Stimulus Representation and Processing in Human Associative Learning: An evaluation of current elemental and configural associative learning theories

Theories of associative learning describe learning about the relationship between two events, e.g. the eating of an apple and subsequent stomach ache. One important classification of these models is based on the stimulus representation they suppose. Whereas elemental models assume that the represent...

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Main Author: Thorwart, Anna
Contributors: Lachnit, Harald (Prof.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:English
Published: Philipps-Universität Marburg 2009
Psychologie
Subjects:
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Table of Contents: Assoziative Lerntheorien beschreiben das Erlernen von Zusammenhängen zwischen Ereignissen, zum Beispiel zwischen dem Essen eines Apfels und darauf folgenden Bauchschmerzen. Lange Zeit wurden dabei zwei Klassen von Modellen gegenübergestellt. Während in elementaren Theorien Reizkonfigurationen in ihre Komponenten zerlegt werden und diese dann jeweils Assoziationen eingehen, werden in konfiguralen Modellen Reizkonfigurationen als Ganzes miteinander verknüpft. Aufgrund der widersprüchlichen empirischen Befundlage stellt sich jedoch die Frage, ob Menschen und Tiere nicht in der Lage sind beide Arten der Reizrepräsentation anzuwenden. Demgegenüber postulieren moderne Theorien wie die elementaren Modelle von Wagner (2003) und Harris (2006) oder das erweiterte konfigurale Modell von Pearce (Kinder & Lachnit, 2003) Flexibilität innerhalb elementarer bzw. konfiguraler Grundprinzipien und stellen die Existenz einer zweiten grundsätzlich unterschiedlichen Form der Reizrepräsentation in Frage. Um diese beiden Ansätze zu vergleichen, wurden Vorhersagen der elementaren und konfiguralen Modelle gegenübergestellt. Hierzu wurde zunächst ein benutzerfreundliches Computerprogramm zur Simulation der Modelle geschrieben. Daraufhin wurden in zwei Serien von Lernexperimenten mit Menschen sowohl sich widersprechenden Vorhersagen empirisch getestet als auch Faktoren des experimentellen Settings manipuliert, um so die Art der Reizverarbeitung zu beeinflussen und ihre Wirkmechanismen zu untersuchen. Insgesamt machen die Ergebnisse aller Experimente deutlich, dass auch moderne elementare Modelle konfigurale Modelle nicht ersetzen können. Stattdessen stimmte das beobachtete Verhalten sowohl aus der Lernphase zweier Feature-Negative Diskriminationen als auch die Generalisationsdekremente nach erfolgreichem Diskriminationstraining nur mit der erweiterten Form des konfiguralen Modells von Pearce überein. Im Kontext bisheriger Befunde spricht dies für die Existenz zweier Arten der Reizrepräsentation. Jedoch konnten keine eindeutigen Einflussfaktoren nachgewiesen werden, die bestimmen, welche Art der Repräsentation Menschen in einer Situation wählen. Weder Manipulationen des Reizmaterials (perzeptuelle Gruppierung durch Bewegung, räumliche Anordnung der Reize) noch der experimentellen Durchführung (Lernparadigma, Zeitdruck während der Reizdarbietung, kausale Charakter des Szenarios) zeigten Effekte. Stattdessen wurde deutlich, dass zukünftige Forschung sich auf die Umstände, die die Bedeutung der untersuchten Faktoren kontrollieren, konzentrieren muss. Abschließende theoretische Analysen verdeutlichen darüber hinaus, dass die beobachtete Überlegenheit des konfiguralen Modells nicht auf der konfiguralen Repräsentation an sich beruht, sondern auf eine damit einhergehende Normalisierung der Aktivierungsstärke zurückgeht. Daraus folgernd sollten elementare Modelle, die diesen Mechanismus beinhalten, diesen Vorteil des konfiguralen Modells ausgleichen können.