Psychiatrische Störungen bei Adoptivkindern

Grundlage der Arbeit, die anhand von 141 Krankengeschichten in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marburg durchgeführt wurde, war die vermehrte Vorstellung von Adoptivkindern verglichen mit ihrem Anteil an der Normalbevölkerung. Es sollten mögliche Gründe dafür sowie das Diagnosenspektr...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Adelsberger, Deborah
Beteiligte: Hebebrand, J. (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2008
Nervenheilkunde
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Grundlage der Arbeit, die anhand von 141 Krankengeschichten in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marburg durchgeführt wurde, war die vermehrte Vorstellung von Adoptivkindern verglichen mit ihrem Anteil an der Normalbevölkerung. Es sollten mögliche Gründe dafür sowie das Diagnosenspektrum der Patienten erarbeitet werden. Es fand außerdem ein Vergleich der Diagnosen mit der Inanspruchnahmepopulation der Klinik statt. Es zeigte sich, dass insgesamt die extroversiven Störungen bei den Adoptierten am häufigsten auftraten. Diese fanden sich insbesondere vermehrt bei den Spätadoptierten (Adoption nach dem 3. Geburtstag). Die Unterschiede im Vergleich zu den Frühadoptierten waren nicht signifikant. Essstörungen traten ausschließlich bei den Frühadoptierten (Adoption in den ersten 6 Lebensmonaten) auf. Im Vergleich mit dem Inanspruchnahmepatienten zeigte sich, dass diese weniger häufig extroversive Störungen zeigten. Das Auftreten von Essstörungen entsprach dem der Frühadoptierten. Die möglichen Gründe für das vermehrte Auftreten von psychiatrischen Störungen bei den Adoptierten blieben aufgrund vieler fehlender Informationen über die leiblichen Eltern und die Zeit vor der Adoption weiterhin spekulativ. Weitere Arbeiten in diesem Bereich wären wünschenswert.