Identifizierung von bona fide Interaktionspartnern der Transkriptionsfaktoren c-Myc und Miz-1

Das Proto-Onkogen c-myc ist durch seine Funktion als Transkriptionsfaktor entscheidend an vielen Prozessen beteiligt, welche die zelluläre Homöostase aufrechterhalten. Wegen seiner Rolle als Aktivator und Repressor vieler Gene, führt die Deregulation der Expression von c-Myc auch zur Deregulation ph...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Reese, Jens - Peter
Beteiligte: Renakwitz-Pohl, Renate (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2008
Molekularbiologie und Tumorforschung
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Das Proto-Onkogen c-myc ist durch seine Funktion als Transkriptionsfaktor entscheidend an vielen Prozessen beteiligt, welche die zelluläre Homöostase aufrechterhalten. Wegen seiner Rolle als Aktivator und Repressor vieler Gene, führt die Deregulation der Expression von c-Myc auch zur Deregulation physiologischer Prozesse wie Zellzykluskontrolle, Zellwachstum oder Apoptose und begünstigt die Tumorentstehung. Wie die meisten Proteine kann auch c-Myc seine Funktion nur durch Interaktion mir anderen Polypeptiden in Multiproteinkomplexen ausüben. Ein wichtiger Interaktionspartner von c-Myc ist Miz-1. Durch Bindung an DNA kann Miz-1 Gene aktivieren. c-Myc reprimiert die Aktivierung durch Miz-1, indem es an Miz-1 bindet. Der genaue Mechanismus dieser Repression ist jedoch unbekannt. In der vorliegenden Arbeit wurden zwei experimentelle Ansätze zur Identifizierung von möglichen Interaktionspartnern von c-Myc und Miz-1 etabliert. Eine Tandem-Affinitäts-Aufreinigung (TAP), um Protein-Protein Wechselwirkungen des Miz-1 Proteins zu identifizieren und eine chromatographische Fraktionierung, um Komplexe mit c-Myc bzw. Miz-1 als Untereinheiten zu identifizieren. In beiden Ansätzen erfolgte die Identifzierung durch Massenspektroskopie. Mit der Tandem-Affinitäts-Aufreinigung gelang zum einen die Identifizierung des Hitzschockproteins Hsp70 als potentieller Interaktionspartner. Zum anderen konnten drei verschiedene Varianten von Miz-1 mit der TAP Methode gefunden werden. Die Fraktionierung lieferte eine Liste mit 171 verschiedenen potentiellen Bindungspartnern von c-Myc bzw. Miz-1. Es konnten Proteine aus der Transkription, RNA Prozessierung, DNA-Reparatur, der Proteinmodifikation und-degradation, der Zellstruktur, des Metabolismus und der Proteinsynthese identifiziert werden. Die Ergebnisse der Arbeit liefern eine Grundlage für die weitere Untersuchung der Funktion von c-Myc und Miz-1. Dies gilt aber nicht nur für den schon bekannten Kontext der Transkription. c-Myc und Miz-1 sind vermutlich an einer Reihe weiterer Prozesse beteiligt, die für die Tumorigenese eine entscheidende Rolle spielen könnten.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2008.0665