Prävalenz schlafbezogener Atemstörungen bei Patienten in einer ländlichen Allgemeinarztpraxis

Die schlafbezogenen Atemstörungen bekommen einen immer höheren Stellenwert in der Inneren Medizin. In zahlreichen Publikationen konnte der Einfluss des Schlafs auf die Befindlichkeit und Physiologie des gesunden Organismus gezeigt werden. Daher ist nur zu verständlich, dass Störungen in diesem Syst...

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Main Author: Flotho, Tobias
Contributors: Konermann, Martin (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2008
Innere Medizin
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Die schlafbezogenen Atemstörungen bekommen einen immer höheren Stellenwert in der Inneren Medizin. In zahlreichen Publikationen konnte der Einfluss des Schlafs auf die Befindlichkeit und Physiologie des gesunden Organismus gezeigt werden. Daher ist nur zu verständlich, dass Störungen in diesem System, bedingt durch Schlafstörungen, einen großen Einfluss auf die Physiologie und Pathophysiologie des Menschen haben. Die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen der schlafbezogenen Atemstörungen mit zahlreichen internistischen Erkrankungen sind nachgewiesen worden. Dies macht verständlich, dass deren Erkennen und anschließende Behandlung, einen positiven Einfluss auf Lebensqualität und auch Morbidität hat. Hier liegt der Ansatz dieser Arbeit. Zahlreiche Patienten kommen zuerst zum Hausarzt, der in seiner Lotsenfunktion die Patienten untersucht und bei entsprechendem Verdacht zum Facharzt überweist. Daher ist ein geeignetes Instrumentarium zur Diagnosefindung notwendig. Die Daten wurden mithilfe einer Stufendiagnostik gewonnen. Nach Ausgabe von Fragebögen an ein unselektiertes Patientengut wurde nach deren Auswertung bei Auffälligkeiten eine kardiorespiratorische Polygraphie zur Identifizierung von schlafbezogenen Atemstörungen durchgeführt. Bei Verdacht auf das Vorliegen von Erkrankungen sind die Patienten zur Durchführung einer kardiorespiratorischen Polysomnographie an ein schlafmedizinisches Institut überwiesen worden. Die Prävalenz von schlafbezogenen Atemstörungen in einer ländlichen Allgemeinmedizinpraxis liegt bei dem hier untersuchten Patientenkollektiv bei 5,4%. Bei Männern sind das 8,6%, bei Frauen 2,2%. Das Risiko an einer schlafbezogenen Atemstörung zu erkranken, ist für Männer 4mal höher als für Frauen. Unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter und Body Mass Index hat man unabhängige Variablen, die deutlich Einfluss nehmen auf die Auftretenswahrscheinlichkeit einer schlafbezogenen Atemstörung, ohne Durchführung von weiteren Untersuchungen. Den höchsten Stellenwert besitzt hierbei das Körpergewicht, an 2. Stelle das Geschlecht und an 3. Stelle das Lebensalter. Es ist notwendig, auch in Zukunft sein Augenmerk auf die schlafbezogenen Atemstörungen zu richten.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2008.0611