Sonomorphometrie des Vorfußes bei Probanden mit indolentem und dolentem Vorfuß

Zusammenfassung Sonomorphometrie des Vorfußes bei Probanden mit indolentem und dolentem Vorfuß Diese Studie soll einen Beitrag zur Klärung der Vorfußarchitektonik, insbesondere in Bezug auf die Frage nach der Gewölbestruktur, liefern. Bei dieser Arbeit wurden 49 Probanden davon 40 Probande...

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Main Author: Rückemann, Christoph
Contributors: Fuchs- Winkelmann, Susanne (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2008
Orthopädie und Rheumatologie
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Zusammenfassung Sonomorphometrie des Vorfußes bei Probanden mit indolentem und dolentem Vorfuß Diese Studie soll einen Beitrag zur Klärung der Vorfußarchitektonik, insbesondere in Bezug auf die Frage nach der Gewölbestruktur, liefern. Bei dieser Arbeit wurden 49 Probanden davon 40 Probanden (23 m., 17 w.) mit indolentem und 9 Probanden (alle w.) mit dolentem Vorfuß untersucht. Der altersbezogene Mittelwert der Gruppe ohne Vorfußbeschwerden betrug 44 (Altersspanne 17-77 Jahre), der mit Beschwerden im Vorfuß 56 (Altersspanne 25-81 Jahre). Die Probanden wurden alle einer standartisierten klinischen Untersuchung, einschließlich Blauabdruck und sonografischer Diagnostik unterzogen. Die Hypothese der Existenz eines Fußquergewölbes, ließ sich nach den Ergebnissen dieser Arbeit eindeutig negieren. Auch die Vergleichsgruppe der Probanden mit Vorfußbeschwerdesymptomatik lieferte hierzu ähnliche Ergebnisse. Bei beiden Probandengruppen zeigte sich in unterschiedlicher Belastungssituation in der transversalen Ebene ein von lat. (MTK 5) nach med. (MTK 1) nahezu linearer Anstieg des KBA (z- Wert). In der longitudinalen Achse (y- Wert) stellte sich die MTK- Reihe c- bogenförmig dar, wobei den Scheitelpunkt der MTK 2 bildete. Die Ergebnisse zusammenfassend fand unter Belastung beschwerdeunabhängig ein Tiefertreten der MTK und eine Verbreiterung des Gesamtvorfußes statt. Beim Vergleich indolenter versus dolenter Vorfuß zeigte sich bis auf den sog. med. Randpfeiler (MTK1) unbelastet wie belastet eine vermehrte Plantarisierung der meisten übrigen MTK. Eine belastungsinduzierte Längenzunahme des Fußes ließ sich nicht eindeutig feststellen. Der beschwerdeabhängige Vergleich unbelastet wie belastet zeigte eine hochsignifikante Änderung der Fußlänge. Eine Ausnahme bildete der MTK1 unbelastet ohne einen signifikanten Unterschied. Ein signifikante Zunahme der MTK Abstände beim Beschwerdevergleich im Sinne einer Verbreiterung des dolenten Vorfußes ließ sich nicht verifizieren. Das Gewicht spielte bei diesen Betrachtungen keine relevante Rolle. Eine Altersbezogenheit ließ sich nur vereinzelt feststellen. Mit zunehmenden Alter trat eine vermehrte Plantarisierung ohne signifikante Verbreiterung beim dolenten Vorfuß auf. Beim indolenten Vorfuß war eine altersbezogene zunehmende Verbreiterung ohne signifikante Plantarisierung des Vorfußes auffällig. Diese hier zusammengefaßten Untersuchungsergebnisse sind eindeutig, obwohl sie in vielen Punkten der herkömmlichen Lehrmeinung widersprechen. Sie sind durch die Sonografie und somit einer standardisierten und sicheren Untersuchungsmethode erhoben worden. Diese liefert eine direkte statische Abbildung der untersuchten MTK. Druckmeßuntersuchungen, seien sie noch so komplex, geben über den gemessenen Druckwert nur indirekt Auskunft über die Stellung der MTK bzw. MT im Raum. Der Vorteil dieser Methodik liegt aber in der Möglichkeit der dynamischen Ganguntersuchung. Ziel der weiteren Vorfußdiagnostik sollte daher die Entwicklung einer Methode sein, die eine reale und nicht rekonstruierte dreidimensionale Abbildung der MTK eines Probanden mit gleichzeitiger Druckmessung unter den einzelnen MTK beim Gangablauf liefert. Finite Elemente Studien, die Ergebnisse von untersuchten Füßen, meist Kadaverfüße, zeigen und die in der Regel mit 3D Rekonstruktion von zweidimensionalen CT- Schnitten arbeiten, liefern hierzu erste wichtige Ansätze. Diese Arbeit liefert trotz der guten Ergebnisse somit nur einen wichtigen Teilaspekt bei der Beurteilung der Frage nach Form und Struktur des Vorfußes beim indolenten und dolenten Vorfuß in unterschiedlicher Belastungssituation.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2008.0191