Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes

Not only men, but also many women take an active part in maintaining the current gender system by “doing gender” and by endorsing sexist beliefs. Recent research has identified several psychological factors as predictors of women’s acceptance of sexist attitudes, but a coherent parsimonious theoreti...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
1. Verfasser: Becker, Julia Christina
Beteiligte: Wagner, Ulrich (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2008
Psychologie
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
Tags: Tag hinzufügen
Keine Tags, Fügen Sie den ersten Tag hinzu!
contents Sexistische Inhalte werden nicht nur von Männern unterstützt, sondern auch von vielen Frauen befürwortet. In der vorliegenden Dissertation wurde dieses Phänomen aufgegriffen und zunächst der Frage nachgegangen, wie sowohl die unterschiedliche Zustimmung zu Sexismus als auch unterschiedliches Engagement gegen Sexismus von Frauen erklärt werden kann. Daran anschließend wurde untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, die Zustimmung zu subtilem Sexismus bei Frauen und Männern zu reduzieren. In der psychologischen Forschung wurden bislang Prädiktoren zur Vorhersage von Sexismus bei Menschen generell untersucht, ohne zu beachten, dass viele Frauen sexistischen Inhalten zustimmen, obwohl sie der Gruppe angehören, gegen die Sexismus gerichtet ist. An dieser Forschungslücke ansetzend wurde im ersten Teil der vorliegenden Dissertation berücksichtigt, dass zwar alle Frauen der Kategorie Frau angehören, sich aber darin unterscheiden, wie wichtig bzw. unwichtig ihnen diese Gruppenmitgliedschaft ist, d.h. wie stark sie sich mit der Geschlechtskategorie identifizieren (Tajfel & Turner, 1979). Zusätzlich wurde beachtet, dass Frauen unterschiedliche Inhalte mit der Geschlechtskategorie verknüpfen können (progressive versus traditionelle Inhalte). Durch die Kombination der Dimensionen Stärke und Inhalt der Identifikation wurde das „Gender Identity Model“ entwickelt. Auf der Basis des „Gender Identity Model“ wurden folgende Hypothesen formuliert: Frauen, die sich stark mit der Kategorie Frau identifizieren und gleichzeitig traditionelle Inhalte mit dieser Kategorie verknüpfen, sollten im Vergleich zu denjenigen, die ebenfalls stark identifiziert sind, aber progressive Inhalte mit der Kategorie verbinden, allen Formen von Sexismus eher zustimmen und sich nicht für eine Veränderung des Status quo einsetzen. Im Gegensatz dazu sollte sich bei niedrig identifizierten Frauen kein Unterschied zwischen denjenigen, die progressive und denjenigen, die traditionelle Inhalte mit der Kategorie Frau verknüpfen, in der Zustimmung zu Sexismus zeigen. Operationalisiert wurde der Inhalt der Identifikation mit der individuellen Geschlechtsrollenpräferenz einer Frau. In einer ersten korrelativen Studie konnten die Hypothesen bestätigt werden. Zwei zusätzliche Experimente lieferten experimentelle Evidenz für die kausale Richtung des Gender Identity Models. Im zweiten Teil der Dissertation wurden Möglichkeiten der Reduktion von Sexismus untersucht. In drei Experimenten wurden die beiden Hypothesen getestet, dass a) die Akzeptanz von modernem Sexismus durch ein erhöhtes Bewusstsein für die Prävalenz von Sexismus verringert werden kann und b) die Akzeptanz von benevolentem Sexismus durch erhöhtes Wissen über die negativen Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus reduziert werden kann. In einem ersten Experiment wurde zunächst untersucht, ob eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu veränderten Einstellungen führt. Um die Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu erhöhen, wurde US-amerikanische Studierende gebeten, eine Woche lang entweder ein strukturiertes Sexismustagebuch oder ein strukturiertes Stresstagebuch (Kontrollgruppe) auszufüllen. Es zeigte sich, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus die Zustimmung zu benevolentem, modernem und Neosexismus bei Frauen abschwächen kann. In einem zweiten Experiment waren US-amerikanische Studierende aufgefordert einen von drei Informationstexten, a) über die Prävalenz von Sexismus oder b) über die negativen Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus oder c) über Stress im Leben von Studierenden, zu bewerten. Gemessen wurde, ob die Texte die Zustimmung zu verschiedenen Formen von Sexismus unterschiedlich beeinflussten. Es zeigte sich, dass Information über die Prävalenz von Sexismus zu einer stärkeren Ablehnung von modernem Sexismus führte, während sich Informationen über negative Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus in einer stärkeren Ablehnung von benevolentem Sexismus niederschlugen. Ergebnisse eines dritten Experiments replizierten und erweiterten die Befunde der vorangegangen Studie in einem europäischen Kontext. Es zeigte sich, dass die vorurteilsreduzierenden Effekte bei stark mit der Geschlechtskategorie identifizierten Frauen und wenig identifizierten Männern besonders groß waren. In allen drei Studien zeigte sich außerdem, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Prävalenz von Sexismus nicht nur sexistische Einstellungen veränderte, sondern ebenfalls die Tendenz zur Systemrechtfertigung verringerte.
spellingShingle Sexistische Inhalte werden nicht nur von Männern unterstützt, sondern auch von vielen Frauen befürwortet. In der vorliegenden Dissertation wurde dieses Phänomen aufgegriffen und zunächst der Frage nachgegangen, wie sowohl die unterschiedliche Zustimmung zu Sexismus als auch unterschiedliches Engagement gegen Sexismus von Frauen erklärt werden kann. Daran anschließend wurde untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, die Zustimmung zu subtilem Sexismus bei Frauen und Männern zu reduzieren. In der psychologischen Forschung wurden bislang Prädiktoren zur Vorhersage von Sexismus bei Menschen generell untersucht, ohne zu beachten, dass viele Frauen sexistischen Inhalten zustimmen, obwohl sie der Gruppe angehören, gegen die Sexismus gerichtet ist. An dieser Forschungslücke ansetzend wurde im ersten Teil der vorliegenden Dissertation berücksichtigt, dass zwar alle Frauen der Kategorie Frau angehören, sich aber darin unterscheiden, wie wichtig bzw. unwichtig ihnen diese Gruppenmitgliedschaft ist, d.h. wie stark sie sich mit der Geschlechtskategorie identifizieren (Tajfel & Turner, 1979). Zusätzlich wurde beachtet, dass Frauen unterschiedliche Inhalte mit der Geschlechtskategorie verknüpfen können (progressive versus traditionelle Inhalte). Durch die Kombination der Dimensionen Stärke und Inhalt der Identifikation wurde das „Gender Identity Model“ entwickelt. Auf der Basis des „Gender Identity Model“ wurden folgende Hypothesen formuliert: Frauen, die sich stark mit der Kategorie Frau identifizieren und gleichzeitig traditionelle Inhalte mit dieser Kategorie verknüpfen, sollten im Vergleich zu denjenigen, die ebenfalls stark identifiziert sind, aber progressive Inhalte mit der Kategorie verbinden, allen Formen von Sexismus eher zustimmen und sich nicht für eine Veränderung des Status quo einsetzen. Im Gegensatz dazu sollte sich bei niedrig identifizierten Frauen kein Unterschied zwischen denjenigen, die progressive und denjenigen, die traditionelle Inhalte mit der Kategorie Frau verknüpfen, in der Zustimmung zu Sexismus zeigen. Operationalisiert wurde der Inhalt der Identifikation mit der individuellen Geschlechtsrollenpräferenz einer Frau. In einer ersten korrelativen Studie konnten die Hypothesen bestätigt werden. Zwei zusätzliche Experimente lieferten experimentelle Evidenz für die kausale Richtung des Gender Identity Models. Im zweiten Teil der Dissertation wurden Möglichkeiten der Reduktion von Sexismus untersucht. In drei Experimenten wurden die beiden Hypothesen getestet, dass a) die Akzeptanz von modernem Sexismus durch ein erhöhtes Bewusstsein für die Prävalenz von Sexismus verringert werden kann und b) die Akzeptanz von benevolentem Sexismus durch erhöhtes Wissen über die negativen Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus reduziert werden kann. In einem ersten Experiment wurde zunächst untersucht, ob eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu veränderten Einstellungen führt. Um die Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu erhöhen, wurde US-amerikanische Studierende gebeten, eine Woche lang entweder ein strukturiertes Sexismustagebuch oder ein strukturiertes Stresstagebuch (Kontrollgruppe) auszufüllen. Es zeigte sich, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus die Zustimmung zu benevolentem, modernem und Neosexismus bei Frauen abschwächen kann. In einem zweiten Experiment waren US-amerikanische Studierende aufgefordert einen von drei Informationstexten, a) über die Prävalenz von Sexismus oder b) über die negativen Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus oder c) über Stress im Leben von Studierenden, zu bewerten. Gemessen wurde, ob die Texte die Zustimmung zu verschiedenen Formen von Sexismus unterschiedlich beeinflussten. Es zeigte sich, dass Information über die Prävalenz von Sexismus zu einer stärkeren Ablehnung von modernem Sexismus führte, während sich Informationen über negative Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus in einer stärkeren Ablehnung von benevolentem Sexismus niederschlugen. Ergebnisse eines dritten Experiments replizierten und erweiterten die Befunde der vorangegangen Studie in einem europäischen Kontext. Es zeigte sich, dass die vorurteilsreduzierenden Effekte bei stark mit der Geschlechtskategorie identifizierten Frauen und wenig identifizierten Männern besonders groß waren. In allen drei Studien zeigte sich außerdem, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Prävalenz von Sexismus nicht nur sexistische Einstellungen veränderte, sondern ebenfalls die Tendenz zur Systemrechtfertigung verringerte.
Sexismus
Gender studies
Sexism
Geschlechterforschung
Psychologie
Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes
Becker, Julia Christina
description Not only men, but also many women take an active part in maintaining the current gender system by “doing gender” and by endorsing sexist beliefs. Recent research has identified several psychological factors as predictors of women’s acceptance of sexist attitudes, but a coherent parsimonious theoretical model was still missing. Accordingly, the first purpose of the present research (Manuscript #1) was to shed light on the seemingly paradoxical phenomenon that, even though women belong to the target group of gender discrimination, many of them support the gender hegemony. Based on Social Identity Theory (Tajfel & Turner, 1979) and Social Role Theory (Eagly & Wood, 1999), the Gender Identity Model was developed to explain this phenomenon. Results of a correlational study and two experiments provided clear evidence for the usefulness of the Gender Identity Model to explain differences in women’s endorsement of subtle sexist beliefs and engagement in collective action: Women reject Benevolent, Hostile and Modern Sexism and participate in collective action in particular when they are highly identified with the category women and have, at the same time, internalized progressive identity contents. In contrast, gender role preference has weaker or no effects on sexist beliefs and willingness to engage in collective action when women are low identified with their gender in-group. As a direct consequence of advancing knowledge about predictors to explain endorsement of sexist beliefs, the second part of the present research focused on ways to reduce endorsement of these beliefs (Manuscript #2). So far, no research work has yet investigated a method to reduce subtle sexist beliefs, and only little research has so far analyzed changes in other gender-related concepts which were caused by long-term teaching projects. The second part of the present dissertation (Manuscript #2) therefore aimed at identifying factors which help to reduce subtle sexist beliefs. It was posited that many individuals lack awareness of the prevalence of sexism and the harm experienced by the targets of gender discrimination. A heightened knowledge about the prevalence of sexism was predicted to reduce endorsement of modern sexist beliefs, whereas a heightened sensitivity for the harm of sexism was predicted to result in decreased endorsement of benevolent sexist beliefs. These effects were predicted to be moderated by gender identification. Results of three experimental studies provided strong support for the reduction of prejudice through heightened knowledge about the prevalence and harm of sexism and partial evidence for the moderating role of gender identification: In the first experiment using a daily diary-method, we demonstrated that attending to sexism in everyday life leads to rejection of modern, neo-, and benevolent sexist beliefs in women. In the second experiment, we showed that a heightened sensitivity towards the prevalence of sexism resulted in rejection of modern sexist beliefs, whereas a heightened sensitivity towards harm experienced by the targets of discrimination resulted in rejection of benevolent sexist beliefs. Findings of the third experiment demonstrated that the prejudice reducing effects of the information were consistently stronger for women who are more identified and men who are less identified with their gender in-group. Across all studies, we found that rejection of sexist beliefs generalized to rejection of system justification beliefs.
first_indexed 2008-02-20T00:00:00Z
author2 Wagner, Ulrich (Prof. Dr.)
author2_role ths
building Fachbereich Psychologie
topic Sexismus
Gender studies
Sexism
Geschlechterforschung
Psychologie
title Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes
title_short Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes
title_full Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes
title_fullStr Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes
title_full_unstemmed Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes
title_sort Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes
url http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0071/pdf/djcb.pdf
author Becker, Julia Christina
publishDate 2008
era_facet 2008
last_indexed 2011-08-10T23:59:59Z
license_str http://archiv.ub.uni-marburg.de/adm/urhg.html
oai_set_str_mv open_access
doc-type:doctoralThesis
ddc:150
xMetaDissPlus
title_alt Internalisierung von Sexismus bei Frauen: Prädiktoren und Interventionsmöglichkeiten
format Dissertation
language English
publisher Philipps-Universität Marburg
institution Psychologie
dewey-raw 150
dewey-search 150
genre Psychology
genre_facet Psychology
topic_facet Psychologie
thumbnail http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0071/cover.png
spelling diss/z2008/0071 Sexistische Inhalte werden nicht nur von Männern unterstützt, sondern auch von vielen Frauen befürwortet. In der vorliegenden Dissertation wurde dieses Phänomen aufgegriffen und zunächst der Frage nachgegangen, wie sowohl die unterschiedliche Zustimmung zu Sexismus als auch unterschiedliches Engagement gegen Sexismus von Frauen erklärt werden kann. Daran anschließend wurde untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, die Zustimmung zu subtilem Sexismus bei Frauen und Männern zu reduzieren. In der psychologischen Forschung wurden bislang Prädiktoren zur Vorhersage von Sexismus bei Menschen generell untersucht, ohne zu beachten, dass viele Frauen sexistischen Inhalten zustimmen, obwohl sie der Gruppe angehören, gegen die Sexismus gerichtet ist. An dieser Forschungslücke ansetzend wurde im ersten Teil der vorliegenden Dissertation berücksichtigt, dass zwar alle Frauen der Kategorie Frau angehören, sich aber darin unterscheiden, wie wichtig bzw. unwichtig ihnen diese Gruppenmitgliedschaft ist, d.h. wie stark sie sich mit der Geschlechtskategorie identifizieren (Tajfel & Turner, 1979). Zusätzlich wurde beachtet, dass Frauen unterschiedliche Inhalte mit der Geschlechtskategorie verknüpfen können (progressive versus traditionelle Inhalte). Durch die Kombination der Dimensionen Stärke und Inhalt der Identifikation wurde das „Gender Identity Model“ entwickelt. Auf der Basis des „Gender Identity Model“ wurden folgende Hypothesen formuliert: Frauen, die sich stark mit der Kategorie Frau identifizieren und gleichzeitig traditionelle Inhalte mit dieser Kategorie verknüpfen, sollten im Vergleich zu denjenigen, die ebenfalls stark identifiziert sind, aber progressive Inhalte mit der Kategorie verbinden, allen Formen von Sexismus eher zustimmen und sich nicht für eine Veränderung des Status quo einsetzen. Im Gegensatz dazu sollte sich bei niedrig identifizierten Frauen kein Unterschied zwischen denjenigen, die progressive und denjenigen, die traditionelle Inhalte mit der Kategorie Frau verknüpfen, in der Zustimmung zu Sexismus zeigen. Operationalisiert wurde der Inhalt der Identifikation mit der individuellen Geschlechtsrollenpräferenz einer Frau. In einer ersten korrelativen Studie konnten die Hypothesen bestätigt werden. Zwei zusätzliche Experimente lieferten experimentelle Evidenz für die kausale Richtung des Gender Identity Models. Im zweiten Teil der Dissertation wurden Möglichkeiten der Reduktion von Sexismus untersucht. In drei Experimenten wurden die beiden Hypothesen getestet, dass a) die Akzeptanz von modernem Sexismus durch ein erhöhtes Bewusstsein für die Prävalenz von Sexismus verringert werden kann und b) die Akzeptanz von benevolentem Sexismus durch erhöhtes Wissen über die negativen Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus reduziert werden kann. In einem ersten Experiment wurde zunächst untersucht, ob eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu veränderten Einstellungen führt. Um die Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu erhöhen, wurde US-amerikanische Studierende gebeten, eine Woche lang entweder ein strukturiertes Sexismustagebuch oder ein strukturiertes Stresstagebuch (Kontrollgruppe) auszufüllen. Es zeigte sich, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus die Zustimmung zu benevolentem, modernem und Neosexismus bei Frauen abschwächen kann. In einem zweiten Experiment waren US-amerikanische Studierende aufgefordert einen von drei Informationstexten, a) über die Prävalenz von Sexismus oder b) über die negativen Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus oder c) über Stress im Leben von Studierenden, zu bewerten. Gemessen wurde, ob die Texte die Zustimmung zu verschiedenen Formen von Sexismus unterschiedlich beeinflussten. Es zeigte sich, dass Information über die Prävalenz von Sexismus zu einer stärkeren Ablehnung von modernem Sexismus führte, während sich Informationen über negative Konsequenzen des scheinbar „positiven“ Sexismus in einer stärkeren Ablehnung von benevolentem Sexismus niederschlugen. Ergebnisse eines dritten Experiments replizierten und erweiterten die Befunde der vorangegangen Studie in einem europäischen Kontext. Es zeigte sich, dass die vorurteilsreduzierenden Effekte bei stark mit der Geschlechtskategorie identifizierten Frauen und wenig identifizierten Männern besonders groß waren. In allen drei Studien zeigte sich außerdem, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Prävalenz von Sexismus nicht nur sexistische Einstellungen veränderte, sondern ebenfalls die Tendenz zur Systemrechtfertigung verringerte. urn:nbn:de:hebis:04-z2008-00715 2008-01-25 Not only men, but also many women take an active part in maintaining the current gender system by “doing gender” and by endorsing sexist beliefs. Recent research has identified several psychological factors as predictors of women’s acceptance of sexist attitudes, but a coherent parsimonious theoretical model was still missing. Accordingly, the first purpose of the present research (Manuscript #1) was to shed light on the seemingly paradoxical phenomenon that, even though women belong to the target group of gender discrimination, many of them support the gender hegemony. Based on Social Identity Theory (Tajfel & Turner, 1979) and Social Role Theory (Eagly & Wood, 1999), the Gender Identity Model was developed to explain this phenomenon. Results of a correlational study and two experiments provided clear evidence for the usefulness of the Gender Identity Model to explain differences in women’s endorsement of subtle sexist beliefs and engagement in collective action: Women reject Benevolent, Hostile and Modern Sexism and participate in collective action in particular when they are highly identified with the category women and have, at the same time, internalized progressive identity contents. In contrast, gender role preference has weaker or no effects on sexist beliefs and willingness to engage in collective action when women are low identified with their gender in-group. As a direct consequence of advancing knowledge about predictors to explain endorsement of sexist beliefs, the second part of the present research focused on ways to reduce endorsement of these beliefs (Manuscript #2). So far, no research work has yet investigated a method to reduce subtle sexist beliefs, and only little research has so far analyzed changes in other gender-related concepts which were caused by long-term teaching projects. The second part of the present dissertation (Manuscript #2) therefore aimed at identifying factors which help to reduce subtle sexist beliefs. It was posited that many individuals lack awareness of the prevalence of sexism and the harm experienced by the targets of gender discrimination. A heightened knowledge about the prevalence of sexism was predicted to reduce endorsement of modern sexist beliefs, whereas a heightened sensitivity for the harm of sexism was predicted to result in decreased endorsement of benevolent sexist beliefs. These effects were predicted to be moderated by gender identification. Results of three experimental studies provided strong support for the reduction of prejudice through heightened knowledge about the prevalence and harm of sexism and partial evidence for the moderating role of gender identification: In the first experiment using a daily diary-method, we demonstrated that attending to sexism in everyday life leads to rejection of modern, neo-, and benevolent sexist beliefs in women. In the second experiment, we showed that a heightened sensitivity towards the prevalence of sexism resulted in rejection of modern sexist beliefs, whereas a heightened sensitivity towards harm experienced by the targets of discrimination resulted in rejection of benevolent sexist beliefs. Findings of the third experiment demonstrated that the prejudice reducing effects of the information were consistently stronger for women who are more identified and men who are less identified with their gender in-group. Across all studies, we found that rejection of sexist beliefs generalized to rejection of system justification beliefs. 2008-02-20 Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes Women’s Internalization of Sexism: Predictors and Antidotes 2008 2011-08-10 opus:1895 Internalisierung von Sexismus bei Frauen: Prädiktoren und Interventionsmöglichkeiten ths Prof. Dr. Wagner Ulrich Wagner, Ulrich (Prof. Dr.) Becker, Julia Christina Becker Julia Christina Philipps-Universität Marburg
recordtype opus
id urn:nbn:de:hebis:04-z2008-0071
urn_str urn:nbn:de:hebis:04-z2008-00715
collection Monograph
uri_str http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0071
callnumber-raw diss/z2008/0071
callnumber-search diss/z2008/0071
callnumber-sort diss/z2008/0071
callnumber-label diss z2008 0071
callnumber-first diss
callnumber-subject diss z2008
_version_ 1563293749699674112
score 9,125436