Diagnostic value of preoperative Magnetic Resonance Imaging in evaluation of vascular compression of trigeminal nerve in patients with trigeminal neuralgia

Neurovascular compression of the trigeminal nerve by an overlying vessel, mostly at the root entry zone is considered to be the major cause of trigeminal neuralgia (TGN). The most prevalently used operation technique in patients with trigeminal neuralgia is the microvascular decompression (MVD)....

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Main Author: Gurschi, Mariana
Contributors: Bien, Siegfried (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:English
Published: Philipps-Universität Marburg 2007
Nervenheilkunde
Subjects:
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Table of Contents: Die neurovaskuläre Kompression des Nervus Trigeminus durch eine Gefäßschlinge, meist an der Austrittstelle des Nerven aus dem Hirnstamm, an der so genannten „Root Entry Zone“, wird als Hauptursache der Trigeminusneuralgie angesehen. Die am häufigsten durchgeführte Operationstechnik bei Patienten mit Trigeminusneuralgie (TGN) ist die microvaskuläre Dekompression (MVD). Peter Jannetta war der erste Neurochirurg, der bei der Behandlung einer TGN, das Operationsmikroskop einsetzte und die Technik einer nicht destruktiven MVD des Trigeminus entwickelte. Die Dekompression der Nervenwurzel führt bei den meisten Patienten mit vaskulärer Kompression des Nervus Trigeminus zu einer schnellen und langfristigen Schmerzfreiheit. Zur präoperativen Darstellung der neurovaskulären Kompression bei Patienten mit Trigeminusneuralgie wird heute die hoch auflösende Magnetresonanztomografie (HR-MRT) mit speziellen Sequenzen (3DFSPGR und 3D-FIESTA) angewendet. Die Beurteilung der Zuverlässigkeit der präoperativen Darstellung der neurovasculären Kompression im HR-MRT bei Patienten mit Trigeminusneuralgie bzw. die Frage wie hoch die Übereinstimmung der MRT- Befunde mit dem intraoperativen Situs ist. Patienten und Methoden: Dreißig (30) Patienten mit TGN wurden präoperativ kernspintomografisch mit speziellen Sequenzen – 3D-FIESTA (three-dimensional fast imaging employing steady-state acquisition) und 3DFSPGR (three-dimensional fast spoiled gradient-recalled) mit doppelter Dosis Kontrastmittel untersucht. Diese Aufnahmen sowie die nachberechneten multiplanaren Rekonstruktionen (MPR) wurden blind, ohne die klinische betroffene Seite im Kenntnis zu haben, beurteilt und anschließend mit dem intraoperativen Videomaterial verglichen. Nach Entblindung wurden die gleichen MR-Aufnahmen nochmals retrospektiv analysiert. Bei allen Patienten konnte der Nervus Trigeminus insbesondere in der 3D-FSPGR Sequenz klar dargestellt werden. Die MPR lieferte sehr gute Bilder zur Beurteilung des fünften Hirnnervens. Durch Injektion einer doppelten Dosis von Gadolinium-DTPA konnten auch die kleinen Gefäße kontrastiert und von der Umgebung gut differenziert werden. Bei 13 Patienten wurde zusätzlich eine 3D-FIESTA Sequenz durchgeführt. Sie lieferte ebenfalls eine ausgezeichnete Hochauflösung zwischen den unterschiedlichen Strukturen. Bei 13 von 30 Patienten (43,33%) zeigte sich eine gute Korrelation zwischen HR-MRT und intraoperativem Befund, bzw. die neurovaskuläre Kompression. Die kernspintomografisch verdächtigte Seite sowie die tatsächliche betroffene Region stimmten in 12 von 13 Fällen mit dem intraoperativen Befund überein. In 8 von 30 Fällen (26,67%) gab es keine Übereinstimmung des MRTBefundes mit dem intraoperativen Situs. Bei den 9 verbleibenden Patienten offenbarte die Operation andere Gründe für die TGN: demyelinisierende Läsionen, Teflon®-Interponat von Voroperationen. In manchen Fällen fand sich weder im MRT noch operativ eine neurovaskuläre Kompression. Insgesamt fanden wir bei 19 von 30 Patienten (63,33%) eine Übereinstimmung des präoperativen HR-MRT mit den intraoperativen Ergebnissen. Das HR-MRT mit speziellen Sequenzen kann zuverlässige Ergebnisse bezüglich einer neurovaskulären Kompression liefern, insbesondere wenn klinische Angaben für Neuroradiologen bekannt sind. Dabei sind beide hochauflösende Sequenzen erforderlich und ergänzen sich. Trotz nicht hundertprozentiger Aussagekraft des HR-MRT bezüglich der neurovaskulären Kompression ist die präoperative Bildgebung von Seiten der Neurochirurgie erwünscht, da sie so die intraoperativen Erwartungen besser einschätzen können.