Pain Anxiety und Fear Avoidance Beliefs bei chronischem Rückenschmerz im Alter

Zusammenfassung Chronische Rueckenschmerzen stellen die haeufigste Schmerzerkrankung im hoeheren Lebensalter dar, fanden aber bisher in der Forschung in dieser Altersgruppe wenig Beachtung. Die Relevanz der Fear Avoidance Beliefs (FAB) und der Schmerzangst fuer den Chronifizierungsprozess von Rue...

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Main Author: Quint, Sabine
Contributors: Rief, Winfried (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2007
Psychologie
Subjects:
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Description
Summary:Zusammenfassung Chronische Rueckenschmerzen stellen die haeufigste Schmerzerkrankung im hoeheren Lebensalter dar, fanden aber bisher in der Forschung in dieser Altersgruppe wenig Beachtung. Die Relevanz der Fear Avoidance Beliefs (FAB) und der Schmerzangst fuer den Chronifizierungsprozess von Rueckenschmerzen ist durch zahlreiche Studien fuer das mittlere Lebensalter nachgewiesen. Therapiestudien belegen zudem die Wirksamkeit von Konfrontationstherapien bei der Behandlung von FAB. Im hoeheren Lebensalter ist jedoch die Relevanz des FAB-Konstruktes fuer Rueckenschmerzpatienten ungeklaert. Dies manifestiert sich sowohl in fehlenden altersspezifischen Messinstrumenten, als auch in der Vernachlaessigung Aelterer in Therapiestudien zu dieser Thematik. Ziel der vorliegenden Arbeiten ist es, die Gueltigkeit des FAB-Modells fuer Aeltere Patienten mit chronischen Rueckenschmerzen zu ueberpruefen und adaequate Messinstrumente zur Erfassung des Konstruktes zu entwickeln. Die zuerst ausgewaehlte Arbeit belegt, dass die subjektiv erlebte Funktionskapazitaet auch in dieser Altersgruppe durch initiale FAB beeinflusst wird. In der zweiten ausgewaehlten Arbeit steht das Konstrukt der Schmerzangst, operationalisiert durch die PASS, im Vordergrund. Es zeigt sich, dass die in diesem Konstrukt thematisierten affektiven und physiologischen Aspekte nur geringe Relevanz fuer die gewaehlte Gruppe aufweisen. Teil von Konfrontationstherapien kann die Erstellung von Hierarchien aengstigender Situationen sein. Die dritte Arbeit beschaeftigt sich mit der Entwicklung eines Instrumentes zur Erfassung des FAB-Konstruktes, welches gleichzeitig zur Planung einer Hierarchie eingesetzt werden kann. Zu diesem Zweck wurde die AMIKA Skala, bestehend aus 50 Fotos, die aeltere Menschen bei der Ausuebung von ADLs zeigen, entwickelt. Die AMIKA ist in der Lage FAB in der Zielgruppe reliabel und valide zu erfassen. Gleichzeitig ist sie zur Planung individueller therapeutischer Schritte einsetzbar. Die AMIKA soll in einer derzeit geplanten Therapiestudie Verwendung finden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2007.0480