Untersuchung zum Hörscreening bei Neugeborenen mittles BERA - Verfahren

Seit 1994 existiert in Deutschland am Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Berlin ein Zentrales Hörregister für kindliche Schwerhörigkeiten. Die Ergebnisse die aus der Datenerhebung bisher gewonnen wurden sind hinsichtlich einer Früherkennung von kindlichen Hörstörungen undbefriedigend. So lieg...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Ascherl, Ludger Nikolaus
Beteiligte: Berger, Roswitha (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2007
Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Seit 1994 existiert in Deutschland am Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Berlin ein Zentrales Hörregister für kindliche Schwerhörigkeiten. Die Ergebnisse die aus der Datenerhebung bisher gewonnen wurden sind hinsichtlich einer Früherkennung von kindlichen Hörstörungen undbefriedigend. So liegt das mittlere Diagnosealter zwischen 21 und 23 Monaten, ein Alter in dem die Gesamtentwicklung des Kindes bereits beeinträchtigt ist. Das Diagnosealter nach vorne zu verlegen und somit eine frühzeitige Therapie für Kinder einleiten zu können ist ein Ergebnis, das man sich aus der Einführung eines universellen Hörscreenings verspricht. Seit dem 21.07.2000 wurden durch die Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie der Philipps-Universität Marburg Neugeborene auf Hörbeeinträchtigungen untersucht. In Marburg wurden zwei derzeit auf dem Markt verfügbare Screening-BERA Geräte benutzt. Diese Geräte leiten akustisch evozierte Potentiale vom Schädel des Neugeborenen ab, sind tragbar und ermöglichen so den einfachen Einsatz außerhalb der pädaudiologischen Abteilung. Uns interessierte ein Vergleich beider Geräte hinsichtlich des Zeitaufwands einer einzelnen Messung sowie die Praktikabiliät beider Geräte für einen Einsatz auf einer neonatologischen Station. Wir versuchten außerdem festzustellen ob die Messung beider Ohren im Vergleich zur Messung eines Ohres einen nicht vertretbaren Zeit- oder personellen Aufwand darstellt. Unsere Studie bestätigte die Einsetzbarkeit von Screening-BERA Geräten auf einer neonatologischen Station und wir halten den Mehraufwand bei der Messung beider Ohren für gerechtfertigt.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2007.0364