Computerassistierter Ersatz des vorderen Kreuzbandes - Entwicklung eines durchleuchtungsbildgeführten, computerassistierten Verfahrens zur arthroskopischen Kreuzbandplastik und Vergleich zu konventionellen Instrumenten

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung des Aspektes "Positionierungsgenauigkeit", der entscheidenden Einfluss auf die Güte des Operationsergebnisses beim Ersatz des vorderen Kreuzbandes nimmt. Die anderen wesentlichen Aspekte Transplantatwahl, Fixationsmethode und Vorspannung so...

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Main Author: Dries, Sebastian Peter Michael
Contributors: Fuchs-Winkelmann, Susanne (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2007
Orthopädie und Rheumatologie
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung des Aspektes "Positionierungsgenauigkeit", der entscheidenden Einfluss auf die Güte des Operationsergebnisses beim Ersatz des vorderen Kreuzbandes nimmt. Die anderen wesentlichen Aspekte Transplantatwahl, Fixationsmethode und Vorspannung sowie aktivitätsabhängige Differentialindikation sind nicht Gegenstand dieser Arbeit. Konventionelle Hilfsmittel für die präzise Positionierung stehen mit mechanischen Zielgeräten sowohl für die tibiale als auch für die femorale Bohrung zur Verfügung. Ausgehend von der radiografischen Methode zur postoperativen Bewertung der Posi-tionierungsgüte nach Bernard und Hertel wurde praeklinisch ein System zur C-Bogen-gestützten, computerassistierten arthroskopischen Chirurgie entwickelt. Das System integriert arthroskopisch aufgenommene Punkte, wie den gewünschten Ansatz des Transplantats im Tibiaplateau, mit bildgeführt geplanten Punkten, wie dem gewünschten Ursprung des Transplantats am lateralen Femurcondylus. Es erlaubt anschließend die Prüfung der Isometrie der geplanten Punkte über den Bewegungsumfang des Kniegelenks und die Navigation der Bohrhülse zur computerassistierten Anfertigung der geplanten Bohrkanäle. Die Genauigkeit des Systems ist für die beiden entscheidenden Teilschritte Übertragen einer Planung aus dem Durchleuchtungsbild auf den Situs und Bohren einer am Situs geplanten Trajektorie unter 2mm, was den klinischen Anforderungen entspricht. Der Einsatz des Systems unter realen Arthroskopiebedingungen ist möglich und erlaubt dem Operateur nach nur zwei Durchleuchtungen jederzeit während des Eingriffs die Überprüfung der Einhaltung radiologischer Zielkriterien. Dies wäre ohne das System nur um den Preis wiederholter Durchleuchtungen möglich. Außerdem stellt es die Information über die Isometrie zur Verfügung, mit den gleichen Einschränkungen wie mechanische Systeme, aber mit dem Vorteil, dass nichts am Knochen befestigt und bei ggf. mehreren Versuchen gelöst und erneut befestigt werden muss. Darüber hinaus wird die Isometrie vor der ersten (tibialen) Bohrung gemessen, was mit den mechanischen Systemen nicht möglich ist.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2007.0250