Die Bedeutung standardisierter Maße der Repertory Grid Technik als ein idiografisches Verfahren in der Beziehungsdiagnostik in der Psychosomatik : eine statistische Analyse der Zusammenhänge zwischen nomothetischen diagnostischen Fragebogenverfahren und standardisierten Repertory Grid Maßen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, einige Ansätze zur Standardisierung von quantitativen Grid-Maßen anhand der Zusammenhänge mit Variablen aus etablierten Fragebögen zu überprüfen. Die bisher größtenteils verwendeten Verfahren zur Erhebung von Element- und Konstruktbedeutungen sind von der...

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Main Author: Schwab, Karen
Contributors: Schüffel, Wolfram (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2006
Innere Medizin
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, einige Ansätze zur Standardisierung von quantitativen Grid-Maßen anhand der Zusammenhänge mit Variablen aus etablierten Fragebögen zu überprüfen. Die bisher größtenteils verwendeten Verfahren zur Erhebung von Element- und Konstruktbedeutungen sind von der von der Anzahl der erhobenen Elemente oder Konstrukte abhängig. Die hier verwendete Methode beruht auf der Standardisierung mittels der durchschnittlich zu erwartenden Varianz pro Element oder Konstrukt. Wir bestimmten mit diesem Verfahren die Elementbedeutungen des „Selbst“ und des „Selbst-Ideal“. Mittels der Bedeutung des wichtigsten in Relation zur Bedeutung des unwichtigsten Konstruktes gewannen wir ein Maß, welches die strukturelle Komplexität eines Konstruktsystems beschreibt. Diese Maße wurden aus den Repertory Grids von ehemaligen PatientInnen (N=65) der Klinik für Psychosomatik am Klinikum der Philipps-Universität Marburg aus stationär erhobenen Repertory Grids gewonnen. Aus den Repertory Grids wurden die obengenannten Maße sowie die Selbst-Ideal-Distanz gewonnen. Die Validität normierter Selbst- und Idealbedeutung sowie der strukturellen Komplexität wurde überprüft anhand von ebenfalls stationär erhobenen etablierten Fragebögen sowie anhand von Fragebögen, die im Rahmen einer Nachbefragung von den ehemaligen PatientInnen beantwortet worden waren. Hier zeigten sich verschiedene Korrelationen, die die weitere Untersuchung dieser Maße vielversprechend erscheinen lassen. Als zusätzliche Fragestellung wurde ebenfalls überprüft, ob die Grösse der Selbst-Ideal-Distanz als Maß für die Selbstzufriedenheit Einfluss auf die Lebenszufriedenheit im poststationären Verlauf hat. Auch hier zeigten sich Zusammenhänge, die vermuten lassen, daß eine hohe Selbst-Ideal-Distanz im Unterschied zu einer mittleren Selbst-Ideal-Distanz mit einem besseren poststationären Verlauf verbunden sein könnte. Weitere Untersuchungen sind auch hier notwendig. Keine Zusammenhänge zeigten sich bei der Untersuchung des Einflusses von Geschlecht auf die Lebensqualität im poststationären Verlauf.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2007.0170