E-Learning und die Zukunft der Hochschullehre unter besonderer Berücksichtigung des Projekts "Vorlesungsnetz Chemische Biologie"

Im Zentrum der Arbeit steht das Projekt „Vorlesungsnetz Chemische Biologie“, das zwischen 2001 bis 2004 kooperativ von sieben Professor/innen an verschiedenen deutschen Universitäten durchgeführt wurde. Ein Evaluationsteam, das aus der Evaluationsprojektleiterin und einem wissenschaftlichen Projektm...

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Main Author: Wendorff, Jörg Axel
Contributors: Schachtner, Christina (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2006
Erziehungswissenschaft
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Im Zentrum der Arbeit steht das Projekt „Vorlesungsnetz Chemische Biologie“, das zwischen 2001 bis 2004 kooperativ von sieben Professor/innen an verschiedenen deutschen Universitäten durchgeführt wurde. Ein Evaluationsteam, das aus der Evaluationsprojektleiterin und einem wissenschaftlichen Projektmitarbeiter (Jörg Wendorff, dem Autor) bestand, evaluierte die Maßnahme. Die Untersuchungen beschreiben und bewerten die Planung und Gestaltung des Online-Lehrangebots aus dem Themenbereich der Chemie. Anhand der Vorarbeiten des Projekts zeigen sie zukunftsorientierte Lösungen für den Bereich der Online-Lehre. Der Theorieteil der Arbeit beschäftigt sich mit der „Sozioökonomischen Theorie der Informationsgesellschaft“ und verdeutlicht dabei, dass in der Berufswelt die Bedeutung der „Erschließungskompetenz“ zunimmt, die der zielgerichteten Auswahl und Umsetzung von Informationen dient. Anschließend untersucht die Arbeit wichtige Lerntheorien und deren Bedeutung für zeitgemäßes Lernen. Dabei weist sie der lerntheoretischen Ausrichtung des Konstruktivismus eine bedeutende Rolle zu. Die Arbeit beschreibt ferner den Einfluss, den diverse Medien auf Lernprozesse ausüben können. Schließlich führt sie lerntheoretische Grundsätze in die Gestaltung zeitgemäßer Lernangebote zusammen, unter Einbeziehung der Möglichkeiten der Neuen Medien. Im Rahmen der Evaluationstätigkeiten wurden vorwiegend qualitative Forschungsmethoden eingesetzt, wie z. B. halbstrukturierte Interviews mit den projektverantwortlichen Professor/innen und mit Studierenden der Chemie. Die Auswertung der Interviews mit den Lehrenden ergab u.a., dass sie bestrebt waren, mit Hilfe eines Online-Angebots Studierenden aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen und ihnen auf diese Weise einen Wegweiser durch die zunehmende Menge an Fachinformationen zu bieten. Im Rahmen der Evaluation wurde zusätzlich ein Fragebogen entwickelt, der unter anderem Informationen darüber erhob, in welchem Maß das Online-Angebot dem Bedarf der Zielgruppe der Studierenden tatsächlich entsprach. Die Ergebnisse der Fragebogenerhebung zeigen, dass die Mehrheit der Studierenden sich mit der Bedienungsfreundlichkeit, der Aufbereitung der Fachinhalte und der optischen Gestaltung des ´Vorlesungsnetzes Chemische Biologie´ zufrieden zeigte. Weitere Möglichkeiten der Unterstützung von Lernprozessen, die auf den im Projekt vorhandenen Ansätzen aufbauen, betreffen die konkrete Gestaltung für problemorientiert geprägte Online-Angebote, die auf unterschiedlichen Stufen die Eigenaktivität der Lernenden fordern und fördern. Die Arbeit weist abschließend darauf hin, dass weitergehende Möglichkeiten des Einsatzes der ´Neuen Medien´, die über die bereits umgesetzten hinausgehen, in einem universitären Online-Angebot nur sinnvoll zu realisieren sind, wenn sich parallel dazu die universitären Rahmenbedingungen verbessern. Im Besonderen bedarf es der Entwicklung einer universitären Gesamtstrategie zur Nutzung der ´Neuen Medien´.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2006.0914