B-Bild-Sonographie und kontrastunterstützte Sonographie in der Beurteilung von Milzmetastasen solider Tumore: Zwei Untersuchungsreihen der Jahre 1988-2002 und 2004-2006

ZIEL: Ziel der Arbeit ist es die B-Bild sonographischen Erscheinungsformen von Patienten mit Milzmetastasen zu beschreiben sowie deren klinischen Befunde hinsichtlich Tumorätiologie, Tumorausbreitung und Überlebenszeit darzustellen. Gegenstand der Pilotstudie an 13 Patienten ist es den Wert des kont...

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Main Author: Hoffmann Alexander
Contributors: Görg, C. (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2006
Innere Medizin
Subjects:
CES
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:ZIEL: Ziel der Arbeit ist es die B-Bild sonographischen Erscheinungsformen von Patienten mit Milzmetastasen zu beschreiben sowie deren klinischen Befunde hinsichtlich Tumorätiologie, Tumorausbreitung und Überlebenszeit darzustellen. Gegenstand der Pilotstudie an 13 Patienten ist es den Wert des kontrastunterstützten Ultraschalls (KUS) hinsichtlich der Charakterisierung der Milzmetastasen und der zusätzlichen diagnostischen Bedeutung im Vergleich zum konventionellen B-Bild-Ultraschall zu prüfen. METHODE: Von 1988 bis Oktober 2002 wurden in einem internistischen Ultraschalllabor ca 110 000 Untersuchungen des Abdomens durchgeführt. Es wurden während dieses Zeitraumes bei n=59 Patienten Milzmetastasen entdeckt, welche entsprechend den Eingangskriterien in die retrospektive Auswertung gelangten. B-Bild sonographisch wurde die Echomorphologie der Metastasen beschrieben, sowie die Tumorausbreitung zum Zeitpunkt der Milzmetastasierung, die Art des Primärtumors und die Überlebenszeiten von Patienten mit Milzmetastasierung dargestellt. Aufnahme in die Pilotstudie fanden 13 Patienten mit Milzmetastasen solider Tumore aus den Jahren 2004-2006. Die Metastasen wurden im konventionellen B-Bild Modus als auch mittels kontrastunterstützter Sonographie beschrieben. ERGEBNISSE: Das mittlere Alter der Patienten betrug 61,8 Jahre (SD +/- 10,9 Jahren). Die Läsionen waren echoarm n=19 (32%), isoechogen n=15 (25,5%), echoreich n=10 (17%) und komplex n=15 (25,5%). Einen echoarmen Rand-saum hatten n=18 Patienten (31%). Eine zusätzliche Organmetastasierung hatten n=56 Patienten (95%). Die zugrunde liegenden Karziome waren CUP-Syndrom n=12 (20,3%), Bronchialkarzinom n=11 (18,6%), Ovarialkarzinom n=7 (11,9%), Kolonkarzinom n=6 (10,2%), Mammakarzinom n=6 (10,2%), malignes Melanom n=5 (8,4%), und sonstige Karzinome n=12 (20,3%). Die mittlere Überlebenszeit (ÜZ) aller Patienten betrug 8,7 Monate. Die schlechteste Prognose innerhalb der Subgruppenanalyse hatten die Patienten mit CUP mit einer mittleren ÜZ von 2,7 Monaten. Die durchgeführte Pilotstudie zeigte kein characteristisches KUS –Muster für Milzmetastasen solider Tumore. Der von Görg und Catalano in der KUS beschriebene echoreiche Randsaum als charakteristisches Zeichen für Milzmetastasen konnte lediglich bei zwei Patienten nachgewiesen werden. SCHLUSSFOLGERUNG:.Das sonographische Bild von Milzmetastasen ist uncharakteristisch.. Milzmetastasen kennzeichnen das Endstadium einer Tumorerkrankung und sind mit einer extrem kurzen ÜZ assoziert. CUP Syndrome liegen in 20% der Fälle vor und haben die schlechteste Prognose innerhalb der Subgruppen.. Der zusätzliche Wert der kontrastunterstützten Sonographie bei der Charakterisierung von Milzmetastasen unter Berücksichtigung der geringen Fallzahl dieser Pilotstudie ist als gering einzuschätzen.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2006.0857