Untersuchung zur Rolle von Leptin bei Arthrose: Einfluss auf die Sekretion von MMPs und ihren Inhibitoren durch arthrotische Synovialfibroblasten

Ziel dieser Arbeit war es, den Stellenwert von Leptin in der Pathogenese der Osteoarthrose weiter aufzuklären. Durch die Korrelation von Leptinspiegel in der Synovialflüssigkeit mit klinischen Parametern, wie Arthrosestadium, Geschlecht, Alter und BMI (Body Mass Index), sowie durch Untersuchungen zu...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Borchert, Julia
Beteiligte: Fuchs-Winkelmann, Susanne (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2006
Orthop
Schlagworte:
MMP
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Ziel dieser Arbeit war es, den Stellenwert von Leptin in der Pathogenese der Osteoarthrose weiter aufzuklären. Durch die Korrelation von Leptinspiegel in der Synovialflüssigkeit mit klinischen Parametern, wie Arthrosestadium, Geschlecht, Alter und BMI (Body Mass Index), sowie durch Untersuchungen zum Einfluss von Leptin auf die Regulation von relevanten matrixdegradierenden Proteasen (MMPs) und deren natürlichen Inhibitoren (TIMPs) in Synovialfibroblasten sollte geklärt werden, inwieweit Leptin am Voranschreiten der Arthrose beteiligt ist. Methode: Mit Hilfe von Zytokin-Arrays wurde in Initialversuchen zunächst festgestellt, ob Arthrosepatienten erhöhte Leptinspiegel in der Synovialflüssigkeit aufweisen. Im Anschluss wurde mittels ELISA die Leptinkonzentration quantifiziert und mit unterschiedlichen klinischen Parametern korreliert. Die Expression von Leptin und Rezeptor in Synovialfibroblasten wurde durch PCR untersucht. Des Weiteren wurde im Rahmen von Stimulationsexperimenten mittels ELISA und Zymographie festgestellt, inwieweit Leptin (dosisabhängig) die Sekretion von MMPs und TIMPs sowie die Proteaseaktivität von MMPs in Synovialfibroblasten in vitro beeinflusst. Ergebnisse: Es wurden erhöhte Leptinspiegel in Abhängigkeit von dem Schweregrad der Osteoarthrose festgestellt. Die Leptinspiegel zeigten eine signifikante Korrelation sowohl mit dem Arthrosestadium als auch eine hochsignifikante Korrelation mit dem BMI und mit dem weiblichen Geschlecht. Neben Chondrozyten sind auch Synovialfibroblasten in der Lage, Leptin und auch den Leptinrezeptor zu exprimieren. Des Weiteren konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass Leptin keinen Einfluss auf die Sekretion, weder der untersuchten MMPs noch der TIMPs durch Synovialfibroblasten in vitro hat und somit zu keiner Veränderung der Netto-Proteaseaktivität führt. Schlussfolgerung: Die stadienabhängige Erhöhung der Leptinspiegel in den Synovialflüssigkeiten der untersuchten Patienten weist auf eine Bedeutung von Leptin in der Pathogenese der Osteoarthrose hin. Allerdings lassen die Ergebnisse zur leptinabhängigen Regulation der MMP- bzw. TIMP-Sekretion durch die Synovialfibroblasten den Schluss zu, dass Leptin keinen oder zumindest keinen direkten Einfluss auf die Knorpeldegradation hat. So bleibt die Frage weiter offen, ob Leptin eine positive oder negative Rolle in der Pathogenese der Osteoarthrose spielt.