Schlafmedizinische Charakterisierung von Parkinson-Patienten mit Schlafattacken unter dopaminerger Therapie

1999 wurden erstmals sogenannte Schlafattacken bei Parkinson-Patienten unter der Therapie mit Nonergolin-Dopaminagonisten berichtet. Später zeigten Studien, dass diese Schlafattacken unter jeglicher dopaminerger Therapie auftreten können. Bis heute ist jedoch die Pathophysiologie dieses Phänomens ni...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Rethfeldt, Mira
Beteiligte: Oertel, W. H. (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2006
Nervenheilkunde
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
Tags: Tag hinzufügen
Keine Tags, Fügen Sie den ersten Tag hinzu!
Beschreibung
Zusammenfassung:1999 wurden erstmals sogenannte Schlafattacken bei Parkinson-Patienten unter der Therapie mit Nonergolin-Dopaminagonisten berichtet. Später zeigten Studien, dass diese Schlafattacken unter jeglicher dopaminerger Therapie auftreten können. Bis heute ist jedoch die Pathophysiologie dieses Phänomens nicht hinreichend geklärt. Es wird diskutiert, ob diese Attacken als paroxysmales Symptom überhaupt bestehen oder nicht vielmehr Ausdruck einer erhöhten Tagesmüdigkeit sind. Unter der Annahme, dass sie auf extremer Tagesmüdigkeit beruhen, wurde vermutet, dass bei den betroffenen Patienten im Multiplen-Schlaf-Latenz-Test (MSLT), der als objektives Messinstrument zur Erfassung von Tagesmüdigkeit gilt, eine verkürzte Einschlaflatenz zu messen sei und SOREM-Episoden zu verzeichnen sind. In der vorliegenden Studie wurden zehn Parkinson-Patienten mit Schlafattacken mit zehn Kontroll-Patienten ohne Schlafattacken hinsichtlich des Nachtschlafes und der Tagesmüdigkeit verglichen. Die Patienten wurden bezüglich ihrer dopaminergen Medikation, ihrer Erkrankungsdauer und -schwere sowie Alter und Geschlecht gematcht. Bei allen Patienten wurden folgenden Untersuchungen durchgeführt: MSLT, Polysomnographie, Auswertung von Schlaftagebüchern über eine Woche, Erhebung des ESS-Scores, Vigilanztest, Schellongtest, Herzfrequenzvarianzanalyse und HLA-Typisierung. Das Hauptzielkriterium war die Einschlaflatenz im MSLT, womit erfasst werden sollte, ob sich die Patienten mit Schlafattacken von denen ohne diese hinsichtlich der Tagesmüdigkeit unterscheiden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2006.0680