Nachweis von Deletionen der Tumorsuppressorgene TP53 und p16 mittels Fluoreszenz-In-Situ-Hybridisierung bei erwachsenen Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver akuter lymphatischer Leukämie (ALL)

Die Philadelphia-Chromosom-positive akute lymphatische Leukämie des Erwachsenen ist im wesentlichen gekennzeichnet durch das Philadelphia-Chromosom und die damit korrelierende schlechte Prognose. Durch die Entwicklung des Tyrosinkinase Inhibitors Imatinib (Glivecâ) konnte erstmals ein am Anfang der...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Morosan, Thomas
Beteiligte: Rieder, Harald (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2006
Humangenetik
Schlagworte:
p16
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Die Philadelphia-Chromosom-positive akute lymphatische Leukämie des Erwachsenen ist im wesentlichen gekennzeichnet durch das Philadelphia-Chromosom und die damit korrelierende schlechte Prognose. Durch die Entwicklung des Tyrosinkinase Inhibitors Imatinib (Glivecâ) konnte erstmals ein am Anfang der Tumorentstehung stehender, durch das Philadelphia-Chromosom charakterisierter Pathomechanismus durchbrochen werden. Da Tumoren zumeist durch eine Kombination mehrerer Pathomechanismen entstehen, geht die Suche nach weiteren Bausteinen der Tumorigenese weiter. Als vielversprechend erscheinen Tumorsuppressorgene wie p16 und TP53, deren Bedeutung für die Tumorentstehung in vielen Studien belegt ist. In der vorliegenden Studie konnte in einer Untersuchung an 25 erwachsenen Patienten mit Ph(+)-ALL mittels Fluoreszenz-in-situ-hybridisierung bei 7 Patienten homozygote (28%) und bei 2 Patienten hemizyogte Deletionen von p16 (8%) nachgewiesen werden. Zusammengefasst zeigt sich also bei gut einem Drittel (36%) der Ph(+)-ALL-Patienten ein Verlust des Tumorsuppressorgens p16. Vier der Patienten mit Deletionen wiesen auch zytogenetisch nachweisbare Veränderungen am kurzen Arm von Chromosom 9, auf dem das p16 Gen lokalisiert ist, auf. Weiterhin untersuchte ich 27 Ph(+)-ALL-Patienten mittels FISH auf Deletionen des Tumorsuppressorgens TP53. Hierbei konnte in einem Fall, bedingt durch ein Isochromosom 17q, ein hemizygot deletiertes TP53 nachgewiesen werden. Es konnte gezeigt werden, dass auch bei erwachsenen Patienten mit Ph(+)-ALL-Deletionen von TP53 nicht häufiger vorkommen als bei Kindern und Philadelphia negativen Patienten. Wenn sie jedoch auftreten, dann ist das Isochromosom 17q eines der am häufigsten nachweisbaren chromosomalen Aberrationen.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2006.0522