Flowzytometrische Differenzierung der Leukozytensubpopulationenim menschlichen Ejakulat

Nach WHO Richtlinien wird bei jeder Ejakulatanalyse die Zahl der seminalen Leukozyten bestimmt, da diese bei Überschreitung der Norm Hinweis auf eine Enzündung des Genitaltraktes geben können. In dieser Arbeit werden mehrere Antikörper, die der Erfassung und Differenzierung der Leukozyten sowie de...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Güth, Alexandra
Beteiligte: Krause, Walter (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2005
Hautkrankheiten
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Nach WHO Richtlinien wird bei jeder Ejakulatanalyse die Zahl der seminalen Leukozyten bestimmt, da diese bei Überschreitung der Norm Hinweis auf eine Enzündung des Genitaltraktes geben können. In dieser Arbeit werden mehrere Antikörper, die der Erfassung und Differenzierung der Leukozyten sowie deren Aktivierungsgrades dienen, auf ihre Eignung zur Anwendung im Ejakulat überprüft. Das flowzytometrische Ergebnis seminaler Leukozyten wird mit dem peripherer Leukozyten verglichen. Zudem soll eine alternative Methode zur Leukozytenbestimmung im Ejakulat vorgestellt werden, die im Gegensatz zur Peroxidasemethode nicht nur die seminalen Granulozyten erfasst. Dazu wurden in einer Versuchsreihe 10 fluoreszenzmarkierte monoklonale Antikörper an 21 leukozytospermen Ejakulaten mittels Flowzytometrie erprobt. Zuvor waren Methoden zur Aufreinigung der Ejakulate und Aufbewahrung der gefärbten Proben getestet worden. Mit Ausnahme von CD16/ CD56, den beiden gegen Natürliche Killerzellen gerichteten Antikörpern, eignen sich die ausgewählten Marker wie erwartet hervorragend, um die Subpopulationen der Leukozyten im Blut flowzytometrisch darzustellen. Bei den Ejakulatproben waren lediglich die beiden Pan- Leukozyten- Antikörper (CD45/ CD53) und der Monozytenmarker CD14 in der Lage, eine ausreichende Differenzierung der Leukozyten zu ermöglichen. Die Färbung der Leukozyten mittels Granulozytenmarker schien durch Kreuzreaktivität mit anderen Ejakulatbestandteilen beeinflusst, Lymphozyten konnten aufgrund des geringen Anteils an den seminalen Leukozyten nicht weiter in B- und T- Zellen unterteilt werden. Eine Unterscheidung von aktivierten und ruhenden Leukozyten mit Hilfe von Aktivitätsmarkern (CD69/ CD71) konnte nicht getroffen werden. Wie bereits in der Literatur beschrieben zeigen auch diese Messungen einheitlich ein Überwiegen der Granulozyten (70-75%) im Ejakulat, gefolgt von Monozyten mit 20-25% als zweitgrösster Leukozytensubpopulation. Seminale Lymphozyten sind nur in geringer Zahl nachweisbar (3-4%). Die flowzytometrische Differenzierung der Leukozyten ist im Ejakulat also ungleich schwieriger durchzuführen als im Blut. Wie das Ergebnis dieser Arbeit verdeutlicht sind nicht alle monoklonalen Antikörper zur Verwendung im Ejakulat geeignet.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2005.0500