Zur Methode der Kognitionswissenschaften, - Ein handlungstheoretischer bzw. kulturalistischer Vorschlag -

In der Dissertation schlägt der Autor eine Alternative zu den traditionellen sowie gängigen Konzeptionen der Kognitionswissenschaften vor. Diese (Re-)Konstruktionsarbeit entfaltet sich - nach einer kurzen Betrachtung der Problemgeschichte der Mentaldiskurse - bezüglich der...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Ki-heung Lee
Beteiligte: Janich, Prof. DR. Peter (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2005
Philosophie
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:In der Dissertation schlägt der Autor eine Alternative zu den traditionellen sowie gängigen Konzeptionen der Kognitionswissenschaften vor. Diese (Re-)Konstruktionsarbeit entfaltet sich - nach einer kurzen Betrachtung der Problemgeschichte der Mentaldiskurse - bezüglich der Gegenstandskonstruktion der epistemischen Diskurse, der Forschungsmethoden sowie Grundlegungsmethoden der Kognitionswissenschaften. Zunächst wird die Gegenstandskonstruktion der Kognitionswissenschaften bezüglich der praktischen Problemlöseprozesse, die ihrerseits aus Wahrnehmung, Gedächtnis, Vorstellung, Denken und Intentionen verschiedener Art (wünschen, bezwecken, intendieren, beabsichtigen, erwarten, erwünschen, erhoffen) bestehen, sowie der dynamischen Verhältnisse zwischen Handlungsleistung und Problemlöseleistungen gemacht. Dies hei©¬t, dass der Autor die These vertritt, der Gegenstand der epistemischen Diskurse hat im wesentlichen mit Handlungsprozessen sowie -leistungen zu Problemlösungen zu tun. Nach der Behandlung der Gegenstandskonstruktionsmethode der epistemischen Diskurse bespricht der Autor nun im weiteren die Methoden, mit deren Hilfe man die Gegenstandsbereiche der epistemischen Diskurse d.h. die Problemlösepraxen, sei es praktisch sowie theoretisch, stützt. Sie sind bspw. die Methoden von Handlungsdeutung, Fragen und Antworten zur Datenerhebung des Gedankens, Prüfung, Erziehung, Experiment, Substitution der menschlichen Problemlöseprozesse durch Maschine, Modellierung des kognitiven Systems, usw.. Da sie sowohl in den geistes-, sozialwissenschaftlichen Zweigen, als auch in den natur- und technikwissenschaftlichen Zweigen in Anwendung kommen, verstehen sich die Kognitionswissenschaften als interdisziplinäre Wissenschaften. Solange die Stützungspraxen der Problemlösung au©¬erdem systematisch sowie theoriefähig bleiben wollen, müssen die Methoden sowie Verfahrensweisen dabei durch transsubjektiv geltende Techniken oder Kontrollnormen versehen werden. Die Abhandlung weist darauf hin, dass seitens der Kognitionswissenschaften die Möglichkeit dessen, transsubjektiv geltendes Wissen zu produzieren, vom Erfolg solcher Bearbeitungen abhängt, und macht selbst schon einige Überlegungen darüber. Dies versteht sich als eine kulturalistische Grundlegungskonzeption der Methoden der Kognitionsforschungen. Hiermit vertritt der Autor der Dissertation im ganzen die These, die (Re-)Konstruktion sowie Grundlegung der Kognitionswissenschaften weder kognitivistisch noch behavioristisch oder weder mentalistisch noch naturalistisch, sondern handlungstheoretisch oder (methodisch) kulturalistisch bereitzustellen.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2005.0139