Superantigen-induzierte Effekte auf die Expression des IL-2 Rezeptors und Proliferation von CD4- und CD8-positiven T-Zellen in der Ratte

Die Bindung bakterieller Superantigene (SAg) an T-Zellen mit spezifischen Vb-Isotypen in ihrem Rezeptor führt zu einer polyklonalen Aktivierung zahlreicher T-Lymphozyten. Im humanen System sind SAg die häufigste Ursache von Lebensmittelvergiftungen, welche einhergehen mit einem hohen Risiko des sept...

Ausführliche Beschreibung

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1. Verfasser: Geisler, Tobias (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2003
Anatomie und Zellbiologie
Schlagworte:
SEA
Online Zugang:PDF-Volltext
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Zusammenfassung:Die Bindung bakterieller Superantigene (SAg) an T-Zellen mit spezifischen Vb-Isotypen in ihrem Rezeptor führt zu einer polyklonalen Aktivierung zahlreicher T-Lymphozyten. Im humanen System sind SAg die häufigste Ursache von Lebensmittelvergiftungen, welche einhergehen mit einem hohen Risiko des septischen Schocks. Bei Mäusen ist die immunstimulierende Wirkung der SAg hinreichend untersucht, wohingegen nur wenig bei Ratten bekannt ist. Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die immunstimulatorische Wirkung von Staphylokokken Enterotoxin A (SEA) auf Lymphozyten verschiedener Immunorgane der Ratte in vivo zu charakterisieren. Hierüber liegen bisher keine systematischen Studien in der Literatur vor. Das Serum sowie die lymphatischen Organe (Milz, Thymus, mesenteriale Lymphknoten) wurden zu verschiedenen Zeitpunkten nach SEA-Applikation entnommen. Erhöhte IL-2 und IL-6 Serumspiegel zeigten den starken immunstimulatorischen Effekt von SEA. Die Lokalisation von IL-2 Rezeptor alpha mRNA mittels in-situ Hybridisierung in der periarteriolären lymphatischen Scheide (PALS) der Milz, einer Region, in der hauptsächlich T-Lymphozyten als Zelltyp vorliegen, unterstreicht die T-Zell-mediierte Immunstimulation. Die Laser-Capture-Microdissection (LCM) der PALS zeigte stark erhöhte IL-2 Rezeptor alpha mRNA Spiegel gemessen in der PCR, im Vergleich zu anderen Regionen der Milz. Signifikant erhöhte Zahlen von CD4+ als auch CD8+ Lymphozyten, die zusätzlich die IL-2 Rezeptor a-Kette (CD25) auf ihrer Oberfläche exprimierten, wurden in der FACS-Analyse gemessen. Der erwartete starke mitogene Effekt von SEA auf die IL-2 Rezeptor positiven Zellen wurde durch hohe Proliferationsraten von Splenozyten, Thymozyten und auch Zellen des mesenterialen Lymphknoten gezeigt. Insgesamt läßt sich SEA, in Homologie zum humanen Organismus, als ein potentes Mitogen für das periphere Immunsystem der Ratte charakterisieren.