Das Museum Judengasse in Frankfurt. Eine Ausstellungsanalyse.

Sowohl historische Beschreibungen als auch zeitgenössische Narrative der Judengasse Frankfurts, dem frühneuzeitlichen jüdischen Ghetto der Stadt, schwanken stets zwischen Extremen: Gefängnis oder Zufluchtsort, jüdisches Idyll oder politischer Skandal. Diese Polarisierung ist auf den Ebenen von Gesch...

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Bibliographic Details
Published in:Online-Schriften aus der Marburger kulturwissenschaftlichen Forschung und Europäischen Ethnologie (Band 11)
Main Author: Oppermann, Anna-Katharina
Contributor: MakuFEE e. V. – Förderverein der Marburger kulturwissenschaftlichen Forschung und Europäischen Ethnologie (Issuing body)
Format: Book
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2018
Europäische Ethnologie / Kulturwissenschaft
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Sowohl historische Beschreibungen als auch zeitgenössische Narrative der Judengasse Frankfurts, dem frühneuzeitlichen jüdischen Ghetto der Stadt, schwanken stets zwischen Extremen: Gefängnis oder Zufluchtsort, jüdisches Idyll oder politischer Skandal. Diese Polarisierung ist auf den Ebenen von Geschichtsschreibung, künstlerischen und politischen Auseinandersetzungen – Stichwort Börneplatzkonflikt – sowie der musealen Darstellung zu beobachten. Von dieser Beobachtung ausgehend, untersucht die vorliegende Online-Publikation mit Hilfe einer semiotischen Ausstellungsanalyse, die im Jahr 2016 neu eröffnete Dauerausstellung des Museums Judengasse in Frankfurt. Auf welche Schwierigkeiten stößt ein museales Konzept, das das frühneuzeitliche Ghetto ‚rehabilitieren‘ und dabei jüdische Kultur nicht in ihrer Andersartigkeit, sondern in ihrer Ähnlichkeit zu christlicher Kultur zeigen möchte? Die Untersuchung rekonstruiert unterschiedliche Bedeutungszuschreibungen an das Ghetto und ein spezifisch Frankfurter deutsch-jüdisches Beziehungsgefüge.
Physical Description:102 Pages
ISBN:978-3-8185-0543-1
DOI:https://doi.org/10.17192/es2018.0012