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Titel:Quality of life and health status of female and male vegetarian, vegan, and omnivorous endurance runners
Autor:Boldt, Patrick
Weitere Beteiligte: Renz, Harald (Prof. Dr. med.)
Veröffentlicht:2019
URI:http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2019/0420
DOI: https://doi.org/10.17192/z2019.0420
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2019-04207
Publikationsdatum:2019-11-05
DDC: Medizin, Gesundheit
Titel(trans.):Lebensqualität und Gesundheitszustand von weiblichen und männlichen vegetarischen, veganen und omnivoren Ausdauerläufern

Dokument

Schlagwörter:
vegan, Lebensqualität, Laufen, Gesundheitszustand, vegetarian, Vegetarismus, Gesundheitszustand, health status, quality of life, Lebensqualität, Laufen, Veganismus, diet, Veganismus, Ernährung, Vegetarismus, endurance running, nutrition, Ernährung

Summary:
Humans have been running since the beginning of history. Today, endurance running is more popular than ever before and is performed in different race distances, such as 10 km, half-marathon, marathon, and ultramarathon. For optimal endurance performance, well-planned dietary strategies are needed, which can be based on a vegetarian or vegan lifestyle. Therefore, the aim of the present thesis was to investigate the adequacy of a vegetarian and vegan diet for female and male endurance runners based on quality of life and health status under special consideration of sex differences. For this purpose, an online-survey-based cross-sectional study was conducted. Health status was approached by body weight change, smoking habits, perceived stress, chronic diseases, allergies, intolerances, medication intake, supplement intake, food choice, enhancement substance use and healthcare utilization. Quality of life was measured by using the WHOQOL-BREF questionnaire consisting of the domains physical health, psychological well-being, social relationships and environment. Data analysis was performed by using ANOVA, MANOVA, independent t-test and χ² -test with Cohen’s d and Cramer’s phi (φ) evaluating the magnitude of the differences and associations. Subjects were categorized according to sex, diet group (omnivorous, vegetarian, vegan), and race distance (10KM, HM, M, UM). Overall, Quality of life-scores were high in all endurance runners. Men had slightly higher quality of life-scores than women, mainly due to higher scores in the dimensions physical health and psychological well-being. Male half-marathon runners had slightly higher quality of life-scores than the runners of other distances. More than this, all endurance runners had a good health status. Meanwhile, female endurance runners were at higher risk for vitamin D deficiency and hypothyroidism, whereas male endurance runners were more susceptible to body weight loss due to running training. In addition, vegetarian and in particular vegan endurance runners appeared to be particularly health-conscious. These findings support the notion that adhering to vegetarian kinds of diet is associated with a good health status and, thus, at least an adequate and equal alternative to an omnivorous diet for endurance runners.

Zusammenfassung:
Der Mensch läuft seit Anbeginn der Zeiten. Heute ist Langstreckenlaufen beliebter denn je und kann in verschiedene Distanzen unterteilt werden, z. B. 10 Kilometer, Halbmarathon, Marathon und Ultramarathon. Für eine optimale Ausdauerleistung bedarf es durchdachter Ernährungsstrategien, die auf einem vegetarischen oder veganen Lebensstil basieren können. Daher war das Ziel dieser Arbeit die Eignung einer vegetarischen/veganen Ernährung für weibliche und männliche Langstreckenläufer auf Basis der Lebensqualität und des Gesundheitszustandes unter spezieller Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurde eine auf einem Online-Fragebogen basierenden Querschnittsstudie durchgeführt. Der Gesundheitszustand wurde durch die Kategorien Veränderungen des Körpergewichts, Rauchen, Stress, chronische Krankheiten, Allergien, Unverträglichkeiten, Medikation, Einnahme von Supplementen, Wahl von Nahrungsmitteln, Einnahme leistungssteigernder Mittel und Nutzung der Gesundheitsversorgung untersucht. Lebensqualität wurde mittels WHOQOLBREF-Fragebogen gemessen, der die Kategorien körperliche Gesundheit, psychisches Wohlbefinden, soziale Beziehungen und Umwelt beinhaltete. Die Datenanalyse erfolgte via ANOVA, MANOVA, unabhängigem t-Test und χ² -Test, wobei Cohen’s D und Cramer’s Phi als Maße der Effektstärke dienten. Die teilnehmenden Freizeitläufer wurden nach Geschlecht, Ernährungsweise (Mischköstler, Vegetarier, Veganer) und Laufdistanz (Halbmarathon, Marathon, Ultramarathon und 10 Kilometer) kategorisiert. Die wichtigsten Ergebnisse waren folgende: Die Lebensqualität war bei allen Langstreckenläufern hoch. Männer hatten höhere Lebensqualität-Werte als Frauen. Männliche Halbmarathon-Läufer hatten höhere Lebensqualität-Werte als die Langstreckenläufern anderer Distanzen. Der Gesundheitszustand war bei allen Langstreckenläufern gut. Frauen hatten ein höheres Vitamin-D-Mangel- und Hypothyreose-Risiko, während Männer anfälliger für einen Verlust des Körpergewichtes durch Veränderungen im Lauftraining waren. Vegetarische/vegane Langstreckenläufern waren besonders gesundheitsbewusst. Diese Ergebnisse stützen die These, dass vegetarische Ernährungsformen eine geeignete und mindestens gleichwertige Alternative zu einer omnivoren Ernährung für weibliche und männliche Langstreckenläufern darstellen können.


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