Der verstärkende Effekt einer Laserphotochemotherapie mit Cisplatin oder Zolendronsäure bei Knochen- und Knochentumorzellen in-vitro.

Heutzutage findet eine alleinige Laserstrahlung (Low-Level-Lasertherapie) als lokal-konservative Therapie medizinische Anwendung, indem sie zur Förderung der Wundheilung und Verringerung der Entzündungen führt. Dies wird versucht durch eine direkte biostimulative Wirkun...

Ausführliche Beschreibung

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1. Verfasser: Saydali, Akram
Beteiligte: Draenert, Florian G. (Prof. Dr. med. Dr. med. dent.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2017
Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Zusammenfassung:Heutzutage findet eine alleinige Laserstrahlung (Low-Level-Lasertherapie) als lokal-konservative Therapie medizinische Anwendung, indem sie zur Förderung der Wundheilung und Verringerung der Entzündungen führt. Dies wird versucht durch eine direkte biostimulative Wirkung der Laserstrahlung auf die Mitochondrien zur erklären. Diesen Prozess bezeichnet man als Photobiomodulation. Die photodynamische Therapie (PDT) beruht auf einer kombinierten Nutzung von einem Photosensibilisator und der Laserstrahlung. In der Dermatologie wird sie zur Behandlung von Hautveränderungen eingesetzt. Darüber hinaus wird sie in der Zahnmedizin bei Endodontitiden, Parodontitiden und Periimplantitiden als antimikrobielle photodynamische Therapie verwendet. Diese Studie untersucht die Wirkung einer Kombination von LLLT mit einem Chemotherapeutikum (Cisplatin oder Zolendronsäure) in-vitro auf den zellulären Metabolismus. Dazu wurden primäre humane Osteoblasten und Knochen-Tumorzellen (Saos-2 Zelllinie) mit zunehmenden Konzentrationen von Cisplatin oder Zolendronsäure inkubiert und dann mit Diodenlaser (670 nm, 2 Minuten, 100mW/cm^2) bestrahlt. Danach erfolgte entweder eine Zellviabilitäts-messung mittels XTT-Assay oder eine histologische Untersuchung durch eine H.E.-Färbung. Im Vergleich zur nicht bestrahlten Kontrollgruppe erhöht eine alleinige Laserbestrahlung den Metabolismus der beiden Zelllinien. Nach Vorbehandlung mit Cisplatin oder Zolendronsäure war eine strahlenbedingte Toxizitätszunahme im Vergleich zur nicht bestrahlten Kontrolle erkennbar. Die Osteoblasten zeigten eine geringere Photosensibilität für Cisplatin im Vergleich zur Saos-2 Tumorzelllinie. Im Vergleich zu einer alleinigen Vorbehandlung mit Cisplatin reduzierte sich die Bioviabilität der beiden Zelllinien durch eine gleichzeitige Laserbestrahlung. Nur bei den höchsten Konzentrationen von Zolendronsäure erfolgte die strahleninduzierte Toxizitätszunahme bei den beiden Zellen. In der histologischen Untersuchung spiegelten sich diese Ergebnisse wieder. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine LLLT zu einer Toxizitätszunahme von einem lokal applizierten Chemotherapeutikum führen kann. Daraus könnten sich neue Therapieansätze für Knochentumoren und -Zysten im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich entwickeln.
Beschreibung:105 pages.
DOI:http://dx.doi.org/10.17192/z2017.0792