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Titel: Zum Einfluss unterschiedlicher Volumina gleichen Kaugutes auf das Kaumuster vollbezahnter junger Erwachsener
Autor: Rennebeck, Lena
Weitere Beteiligte: Lotzmann, Ulrich (Prof. Dr.)
Erscheinungsjahr: 2016
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2016/0130
DOI: https://doi.org/10.17192/z2016.0130
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2016-01307
DDC: 610 Medizin, Gesundheit
Titel(trans.): Influence of varying bolus size on chewing pattern of subjects with full sets of teeth

Dokument

Schlagwörter:
Kauen, Kaumuster, Kaubewegung, Kaufunktion, Kaueffizienz, chewing pattern, chewing movement, chewing function

Zusammenfassung:
Im Rahmen der vorliegenden Studie sollte geprüft werden, inwieweit bei mund- und zahngesunden Personen eine Abhängigkeit zwischen der Kaugutmenge, der maximalen Mundöffnung beim Kauen und der Anzahl der Kauzyklen besteht. Zudem sollte untersucht werden, ob es einen Faktor gibt, um den sich die benötigte Anzahl von Kauzyklen bei steigendem Volumen gleichen Kaugutes verändert. Es wurden die Daten von 53 vollbezahnten Probanden im Alter von 20 30 Jahren während des Kauens von Kaugutmengen der Größe 2 g, 4 g und 8 g aufgenommen. Als Registriersystem diente ein Kinesiograph. Die Analyse der Daten ergab, dass mit steigender Kaugutmenge die Anzahl der verwendeten Kauzyklen zunimmt. Bei Verdopplungen der Kaugutmenge nahm die Anzahl der Kauzyklen jeweils etwa um den Faktor 1,5 zu. Die Bewegungsamplituden in allen drei Raumrichtungen wurden größer, das Kaumuster blieb aber insgesamt charakteristisch für den Probanden, indem die Form der einzelnen Kauzyklen annähernd gleich blieb. Die Kaugeschwindigkeit stieg, die Dauer eines Kauzyklus blieb annähernd konstant, die Dauer der gesamten Kausequenz nahm aufgrund der erhöhten Kauzyklenzahl zu. Weitere Studien entsprechender Methodik, welche sich der Frage widmen, ob bei Personen unterschiedlicher Gebisszustände die Zahl der Kauzyklen mit Verdopplungen der Kaugutmenge im Bereich von 2-8 g ebenfalls etwa um den Faktor 1,5 gesteigert wird, sind abzuwarten. Möglicherweise kann der entwickelte Versuch als Kaueffizienztest eingesetzt werden.

Summary:
The primary objective of this study was to investigate the correlation between bolus size of a food with defined consistency and volume, maximum mouth opening and number of chewing cycles from ingestion to reflective swallowing in subjects without restrictions in oral health. Additionally a factor, to which the number of chewing cycles changes with increasing bolus size, should be evaluated. Fifty-three young adults between 20 – 30 years of age without limitations in oral health participated in this study. Chewing pattern and chewing behavior of every subject was recorded by a kinesiograph while chewing carrots of different weight and volume (2 g/2,2 cm3, 4 g/4,4 cm3 und 8 g/8,8 cm3). With increasing bolus size, the number of chewing cycles from ingestion until swallowing of the bolus increased. By doubling the bolus size from 2 g to 4 g or from 4 g to 8 g, the number of chewing cy-cles rose by about 50% (22 cycles at 2 g, 28 at 4 g, 38 at 8 g). The maximal amplitudes of chewing movements increased in all three spatial axes. However, each subject kept its characteristic chewing pattern, because the shape of a chewing cycle was unchanged. The mean chewing velocity increased, the duration of the chewing cycle remained approximately constant, the duration of an entire chewing sequence increased because of the risen number of chewing cycles. If there is an increase of chewing cycles by a factor of 1,5 with doubling bolus size in a range from 2-8 g in persons with different conditions of teeth, further studies remains to be seen. Potentially, the developed experimental setup can be used as an chewing test.


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