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Titel: Das Komische in Georg Büchners Drama Danton’s Tod
Autor: Choi, Go-Sung
Weitere Beteiligte: Dedner, Burghard (Prof. Dr.)
Erscheinungsjahr: 2011
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2011/0622
DOI: https://doi.org/10.17192/z2011.0622
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2011-06226
DDC: 830 Deutsche Literatur
Titel(trans.): The comic in Georg Büchner´s drama Danton’s Tod

Dokument

Schlagwörter:
Danton´s death, Georg, das Komische, Büchner, Danton´s Tod, Georg Büchner, the comic

Zusammenfassung:
In Georg Büchners Drama Danton’s Tod tauchen viele komische Momente auf. Das Drama zeichnet sich dadurch aus, dass bei der literarischen Behandlung der sehr ernsthaften Themen die mannigfaltigen Arten der Komik eine große Rolle spielen. Sowohl die wichtigsten Figuren des Dramas als auch die thematischen Kerne bekommen durch die Komik ihre klaren Konturen. Das Komische ist ein kommunikatives Mittel, das eine große kritische Kompetenz hat. Es wird untersucht, was im Werk komisch erscheint, und in welchem Sinnzusammenhang die einzelnen komischen Momente stehen. Die Themenbereiche gliedern sich in fünf Teile: Theatralik, Tugend, Gewalt, Tod und Eros. Die Mittel der Komik tragen dazu bei, die problematische Seite der dramatischen Figuren und ihres Denkens ans Licht zu bringen. So werden die Figuren ernsthaft diskreditiert und ihre Ansichten und Überzeugungen distanziert und relativiert. Weder in Danton noch in Robespierre oder in anderen Revolutionären verkörpert sich der Geist Büchners. Kritik gilt aber auch dem Volk, dem die Früchte der Revolution gehören sollten. Die Notwendigkeit und die Unmöglichkeit der Revolution sind die Hauptpfeiler, auf denen die Spannung des Dramas ruht. Das Komische erhellt dabei die tragische Seite des Geschehens, also die Unmöglichkeit der revolutionären Veränderung. Auf diese Weise berührt das Komische das Tragische. Viele andere Elemente, die mit der Revolution nicht im direkten Zusammenhang stehen, mischen sich in das Drama und machen das gesamte Stück so themenreich, dass das Werk mehr ist als nur ein politisches Lehrstück. Die Komik macht das Drama vielfältiger, spannender und trotz seiner großen Tragik auch unterhaltsamer.

Summary:
In Georg Büchner´s drama Danton´s Tod there appear many comic moments. A distinguishing feature of the drama is the use of the various types of comic which play an important role in the literary treatment of very serious topics. Both the main characters of the drama and the thematic core receive their clear contours through the comic. The comic element is a communicative medium with an extensive critical competence. This research is concentrated on what is comic in the drama and in which context of meaning each comic moment appears. The topics are divided into five parts: theatricality, virtue, violence, death and eros. The means of comic effects contribute to the exposure of the problematic aspects of the dramatic characters and their thoughts. Thus, the figures are seriously discredited and their views and convictions are distanced and relativized. Neither Danton nor Robespierre or other revolutionaries embody the spirit of Büchner. The people to whom the fruits of the revolution should belong come also in for criticism. The necessity and the impossibility of the revolution are the main pillars on which the suspense of the drama is based. The comic illuminates the tragic side of the event, i.e. the impossibility of revolutionary change. In this way the comic touches the tragic. Many other elements that are not directly connected with the revolution are mixed into the drama and make the entire play so rich in themes that the work is more than just a political didactic play. The comic makes the drama more diverse, exciting and, despite its great tragedy, even more entertaining.


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