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Titel: Sino-Tibetan Relations 1990-2000:the Internationalisation of the Tibetan Issue
Autor: Dolkar, Tsetan
Weitere Beteiligte: Berg-Schlosser, Dirk (Prof. Dr.)
Erscheinungsjahr: 2011
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2011/0490
DOI: https://doi.org/10.17192/z2011.0490
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2011-04902
DDC: Politik
Titel(trans.): Chinesisch-Tibetische Beziehungen von 1990 bis 2000 und die Internationalisierung der Tibetischen Frage

Dokument

Schlagwörter:
Kommunistische Partei Chinas, Tibet, Hochland von Tibet, Qinghai-Tibet-Bahn, Dalai Lama <XIV.>, Strasbourg Proposal, Tibetische Autonome Region, the Dalai Lama, Strassburger Vorschlag, Selbstbestimmung., Tibet, Chinesisch, the Middle Way Policy, Panchen Lama, China, Tibet / Exilregierung, Politik des Mittleren Weges, Tibetan Government-in-Exile, Self-determination, China, Dalai Lama, Tibet Autonomous Region, Tibet, Tibetische Exilregierung

Summary:
Das Jahrzehnt zwischen 1900 und 2000, welches das Objekt dieser Dissertation ist, war reich an Ereignissen in den Chinesisch-Tibetischen Beziehungen. Das Dialog zwischen Peking und Dharamsala, welches in der frühen 1980er initiiert wurde, ist zusammengebrochen, China hat Wirtschaftsreformen und Infrastrukturprojekte gestartet, die für das Überleben des tibetischen Volkes fatal sein könnten, die Tibeter haben angefangen ihr politisches Anliegen zu internationalisieren und die Politik des Mittleren Weges wurde demokratisch von dem tibetischen Volk einstimmig akzeptiert. Es war ein Jahrzehnt von vielen hoffnungsvollen Anzeichen für das tibetische Volk – die Berliner Mauer ist gefallen, die Sowietunion ist zerfallen und der Kommunismus in Europa war besiegt, die chinesischen Studenten sind gegen ihre Regierung und für mehr Demokratie aufgestanden, der Straßburger Vorschlag des Dalai Lama hat eine weltweite Unterstützung erfahren und der Friedensnobelpreis wurde Dalai Lama verliehen. Für die Kommunistische Partei Chinas war es ein Jahrzehnt ernsten internen und internationalen Herausforderungen – ihr angeschlagenes Image zu aufzubessern und das Vertrauen des Volkes zurückzugewinnen. Andererseits bekam der tibetische Nationalkampf internationale Beachtung und Unterstützung. Immerhin, die chinesische Regierung hat nicht nur ihre Kontrolle über Tibet gestärkt, sondern es auch geschafft die internationale Kritik diesbezüglich zu vermeiden. Das Geduldspiel von Peking und seine unverändert harte tibetische Innenpolitik, sowie die “Wieder-Ausbildungskampagnen”, haben Dalai Lama dazu gezwungen auf den Aufruf für Unabhängigkeit zu verzichten und statt dessen für eine “reale Autonomie” zu plädieren. Dalai Lama und seine Exilregierung formulierten die Politik des Mittleren Weges, die von den Exiltibetern eindeutig unterstützt wurde. Sie erhielt auch einen großen Zuspruch von den westlichen Regierungen, den chinesischen Intellektuellen und den Befürwortern der Demokratie. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte jedoch diese Politik die Regierung in Peking nicht überzeugen. Strategisch gesehen war das Jahrzehnt 1990-2000 eines der günstigsten für das tibetische Volk im Nationalkampf einen großen Schritt nach vorne zu machen und hat sich dadurch eine nähere Erforschung verdient. Diese Dissertation versucht die komplexen Faktoren zu analysieren, die den Chinesisch-Tibetischen Konflikt beeinflusst haben und die riskanten Politiken zu enthüllen – die Politiken des Bevölkerungstransfers und Unterdrückung der Glaubensfreiheit – welche von der chinesischen Regierung innerhalb des Tibetischen Autonomen Region implementiert wurden.

Zusammenfassung:
Much had happened to the Sino-Tibetan relations in the decade of 1990-2000, the period this dissertation studies. The Beijing-Dharamsala dialogues initiated in the early 1980s collapsed, China launched extensive economic reforms and infrastructure building inside Tibet that were detrimental to the existence of the Tibetan people, Tibetans started internationalising their issue, and democratically adopted the Middle Way Policy. It was a decade that held many hopeful signs for the Tibetan people—the Berlin Wall had fallen, the Soviet Union had dissolved, the Communism was defeated in Europe, Chinese students rose up against their government for democracy, the Dalai Lama’s Strasbourg Proposal received worldwide support, and the Dalai Lama was awarded the Nobel Peace Prize. For the Chinese Communist Party, the new decade began with serious challenges—improving its tarnished image and regaining peoples’ trust—at home and abroad. On the other hand, the Tibetan struggle was receiving international attention and support. Yet, the Chinese Government succeeded not only in maintaining tight control over Tibet, but also dodging international criticisms. Beijing’s “waiting game tactics”, and its intractable harsh policy inside Tibet, including the re-education campaigns, compelled the Dalai Lama’s government to renounce independence and instead call for “genuine autonomy”. The Dalai Lama and his Government-in-Exile formulated the Middle Way Policy, which received unanimous support from the exile Tibetan communities. It also garnered much support from Western nations, the Chinese intellectual community and democracy supporters. However, the policy has not succeeded in convincing the Beijing government so far. Strategically speaking, the decade of 1990 could be considered as one of the most conducive decades for the Tibetan struggle to make a major headway and as such it deserved close studying. And this dissertation attempts to study the complex factors that impacted the Sino-Tibet issue and reveal the hazardous policies—including population transfer policy, suppression of religious freedom— implemented by the Chinese Government inside the Tibet Autonomous Region in that decade.


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