Zusammenhang zwischen dem Ökumenischen Rat der Kirchen und den Kirchen Koreas

Die Kirchen Koreas standen bereits in Beziehung mit den organisatorischen Vorläufern des ÖRK, bevor dieser 1948 offiziell gegründet wurde. Von Amsterdam 1948 bis Porto Alegre 2006 fanden neun Vollversammlungen statt. In der Zwischenzeit entwickelte sich die Beziehung zwischen dem ÖRK und den Kirchen...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Min, Kwan-Hong
Beteiligte: Kaiser, Jochen-Christopf (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2011
Evangelische Theologie
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Die Kirchen Koreas standen bereits in Beziehung mit den organisatorischen Vorläufern des ÖRK, bevor dieser 1948 offiziell gegründet wurde. Von Amsterdam 1948 bis Porto Alegre 2006 fanden neun Vollversammlungen statt. In der Zwischenzeit entwickelte sich die Beziehung zwischen dem ÖRK und den Kirchen Koreas. Anfangs versuchten Christen Koreas, eine vereinigte Kirche Koreas zu gründen. Aber wegen des denominationalistischen Einfluss aus den USA verwirklichte sich die Gründung einer eine vereinigte Kirche Koreas nicht. Stattdessen wurde 1924 das KNCC gegründet. Kirchen Koreas waren ursprünglich auf einer theologisch konservativen Grundlage gegründet. Seit den 1950er Jahren stieß der ÖRK auf Widerstand in Korea. Außerdem spalteten sich fast alle Kirchen Koreas in verschiedenen Denominationen auf. Beim Ausbruch des Koreakrieges hatte der ÖRK einseitig der UNO vertraut. Daher kam es zur innerökumenischen Kritik. Ab April 1951 wurde die Kriegsfront stabilisiert. Der ÖRK unterstützte das Waffenstillstandsabkommen. Bis in die 1980er Jahre wurde Südkorea diktatorisch regiert. Ab Mitte der 1960er Jahre engagierte sich die progressive Seite der Kirchen Koreas für die Menschenrechte und die Demokratisierung Koreas. Die säkulare Theologie und die Mission Dei-Theologie, die den ÖRK stark beeinflusst hatten, wurden in Korea eingeführt und theologisch unterstützt. Bis in die 1960er Jahre war der Antikommunismus das oberste Staatsprinzip Südkoreas. Damals unterstützten die Kirchen Koreas den antikommunistischen und antinordkoreanischen Standpunkt. Aber ab Anfang der 1970er Jahre versuchte Südkorea, mit Nordkorea zu verhandeln. Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre überwand die Sonnenscheinpolitik Dae-Jung Kims, der südkoreanische Präsident, die Spannung zwischen den beiden koreanischen Staaten. Ab Anfang der 1980er Jahre begann die Wiedervereinigungsbewegung der Kirchen Koreas. Die Tosanso-Konsultation, die die KKIA des ÖRK abgehalten hatte, war der Anlass für diese Wiedervereinigungsbewegung.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2011.0465