Dramaturgie im Lehrstückunterricht. Himmelsuhr und Erdglobus – Howards Wolken – Erd-Erkundung mit Sven Hedin. Ein Beitrag zur Theorie, Praxis und Poiesis der Lehrkunstdidaktik

Im Rahmen der Diskussion um Bildung (Klafki) und Lehrkunst (Berg/Schulze) wurde der Aspekt der Dramaturgie des Lehrstückunterrichts aus der lehrkunstdidaktischen Methodentrias "Exemplarisch – Genetisch – Dramaturgisch" untersucht. Die auf Aristoteles aufbauende und von Hausmann und Schulze...

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1. Verfasser: Jänichen, Michael
Beteiligte: Berg, Hans Christoph (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2011
Erziehungswissenschaft
Ausgabe:http://dx.doi.org/10.17192/z2011.0072
Schlagworte:
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2. http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2006/0084


3. Suchpfad: Schule Lehre Studium > Volksschule > Sekundarstufe I > Lehrplan der Volksschule oder Schule Lehre Studium > Mittelschulen > Gymnasien > Lehrplan für den gymnasialen Bildungsgang vom 9. bis zum 12. Schuljahr Face Research: http://faceresearch.org/demos/average (Zugriff am 5.5 2010)


4. Bildungsserver Hessen: http://lernarchiv.bildung.hessen.de/lehrplaene/ (Zugriff am 4.5.2009) Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books: http://dsr.nii.ac.jp/toyobunko/creator/sven_anders_hedin.html.en (Zugriff am 4. 11. 2009) Erziehungsdirektion des Kantons Bern: http://www.erz.be.ch/site (Zugriff am 17.1.2009).


5. Klafki, Wolfgang (2003): Allgemeinbildung heute – Sinndimensionen einer gegenwarts-und zukunftsorientierten Bildungskonzeption. In: Berg, H. C.: Bildung und Lehrkunst in der Unterrichtsentwicklung. Schulmanagement Handbuch 106. S. 11-28.


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7. Zur Dramaturgie gehört auch die curriculare Makroebene des Lehrplans. Angesichts der umfangreichen und weiterhin beständig wachsenden Lehrstücksammlung kann und sollte die Lehrkunstdidaktik m. E. bildungstheoretisch fundierte Beiträge zur Diskussion über die kulturbasierte Ausgestaltung von Lehrplänen allgemein bildender Schulen liefern.


8. Ein Vergleich mit anderen aktuellen dramaturgischen Ansätzen in der Didaktik sollte angestrebt werden. Hier sei als Beispiel die Religionsdidaktik ( " Bibliodrama " ) er- wähnt oder die von Helmut Volk-von Bialy vorgestellte " szenisch-dialogische Bil- dung " . 732 Das gleiche gilt auch für die Konzepte zu " handlungsorientiertem Unter- richt " und für dramaturgische Beispiele aus der Geschichte der Didaktik.


9. Heindl, Christian (1994): Astronomische Geräte. In: Berg, Hans Christoph; Schulze, Theodor; mit Hallerstede, Christoph u. Nölle, Beate E.: Marburger Lehrkunstbriefe. S. 43-51.


10. Die dramaturgische Gestaltung des Lehrstückunterrichts verfolgt das Ziel, in intensiver Be- gegnung und Berührung mit der Welt Aufschlüsse derselben zu ermöglichen, die kategorial und insbesondere fundamental bilden: Das alles kann ich denken; auf diese Weise gewinnt die Wissenschaft also Erkenntnisse! Dazu genügt es aus der Sicht der Lehrstückdramaturgie nicht, zu den Inhalten Bezüge aufzuweisen oder herzustellen: Es soll Nähe entstehen. Auf die Begegnung mit dem Gegengenstand und die Berührung des Gegenstands soll ein emotionales Ergreifen folgen können, auf dem eine intensive und tragfähige Beziehung aufgebaut werden kann. Diese Beziehung birgt das Potential, den Inhalt zum lebenslangen Begleiter zu machen, weil man sich mit ihm anfreunden will. Man kommt am Inhalt auf den Geschmack, findet an ihm Gefallen, spürt den Wunsch nach mehr, wenn man mitvollziehend am Gegenstand mit grossen Weltprozessen in Fühlung kommt. Die Auswahl möglicher Themen ist daher be- grenzt, da nicht jeder Inhalt zum Schliessen derartiger Freundschaften geeignet ist.


11. Brecht, Bertolt (1997): Ausgewählte Werke in sechs Bänden. Brennecke, Detlef (1991): Sven Hedin.


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13. Schöne, Albrecht (1970): Über Goethes Wolkenlehre. In: Borck, Karl Heinz; Henss, Rudolf (Hrsg.): Der Berliner Germanistentag 1968. S. 24-41.


14. Gerner, Berthold (Hrsg.) (1963): Das exemplarische Prinzip. Beiträge zur Didaktik der Ge- genwart.


15. Berg, Hans Christoph (2003): Bildung und Lehrkunst in der Unterrichtsentwicklung. Zur didaktischen Dimension von Schulentwicklung. Schulmanagement-Handbuch 106.


16. Galton, Francis (1878): Composite Portraits. In: Nature 18, S. 97-100.


17. Richter-Musso, Inés (2004): Constable und Turner. Wolkenmalerei als Wissenschaft. Mit zusätzlichen Bildkommentaren von Franz Ossing. In: Spielmann, Heinz; Westheider, Ortrud (Hrsg.): Wolkenbilder. Die Entdeckung des Himmels. S. 156-171. Ausstellungskatalog.


18. Kaiser, Joachim (Hrsg.) (2002): Das Buch der 1000 Bücher. Autoren, Geschichte, Inhalt und Wirkung.


19. Drecker, J. (1927): Das Planisphaerium des Claudius Ptolemaeus. In: Isis, 9. Jahrgang (1927), S. 255-278.


20. Gallinger, Dennis (2002): Der Blick des Forschungsreisenden. Gedanken zu einem Lehrstück " Die Erde erkunden " . Erziehungswissenschaftliche Zulassungsarbeit. Philipps-Univer- sität Marburg. Unveröffentlicht.


21. Schaufelberger, Regula (2004): Der heimatliche Sternhimmel. In: Berg, Hans Christoph; Wildhirt, Susanne: Thurgauer Lehrstückernte. S. 143-156.


22. Mühr, Bernhard; Berberich, Winfried (2008): Der Wolkenatlas. Und ein Ausflug in die Astronomie.


23. Ahrens, Daniel (1994): Die beiden Himmel. In: Berg, Hans Christoph; Schulze, Theodor; mit Hallerstede, Christoph u. Nölle, Beate E.: Marburger Lehrkunstbriefe. S. 51-52.


24. Wagenschein, Martin (1979): Die beiden Monde. In: Scheidewege, 9 (1979) 4, S. 463-475.


25. Hausmann, Gottfried (1963): Die dramatische Struktur des Bildungsprozesses im Schulunterricht. In: Strunz, Kurt (Hrsg.): Pädagogisch-Psychologische Praxis an Höheren Schulen. S. 150-163.


26. Berg, Hans Christoph u. a. (2008): Die drehbare Sternkarte machen und verstehen lernen. Weltkunde braucht Heimatkunde braucht Weltkunde. In: Berg, Hans Christoph u. a. (2009): Die Werkdimension im Bildungsprozess. Das Konzept der Lehrkunstdidaktik. S. 155-158.


27. Koestler, Arthur (1959): Die Nachtwandler. Das Bild des Universums im Wandel der Zeit.


28. Heitler, Walter (1970): Die Naturwissenschaft Goethes. Eine Gegenüberstellung Goethescher und modern-exakter Naturwissenschaft. In: Borck, Karl Heinz; Henss, Rudolf (Hrsg.): Der Berliner Germanistentag 1968. S. 13-23.


29. Wagenschein, Martin (1978): Die Sprache im Physikunterricht. In: Bleichroth, Wolfgang (Hrsg.): Didaktische Probleme der Physik. S. 313-336.


30. Mikat, Claudia (1992): Dramaturgie und Didaktik. Die Vorgaben für pädagogische Filme und Fernsehsendungen.


31. Berg, Hans Christoph (o.J 2): Einen Lehrstoff zur Unterrichtseinheit gestalten. Kleine didak- tisch-methodische Unterrichtslehre. 4 Seiten. Unveröffentlicht. ( " blaues Studienblatt " )


32. Berg, Hans Christoph (o.J. 3): Eine Unterrichtseinheit zum Lehrstück ausgestalten. Kleine didaktisch-methodische Kompositionslehre (Checkliste). 4 Seiten. Unveröffentlicht. ( " gelbes Studienblatt " )


33. Grätz, Helmut (1993): Eine Unterrichtshilfe zum Verständnis der drehbaren Sternkarte. In: Naturwissenschaften im Unterricht (NiU) Physik 4, Nr. 20, S. (187) 27.


34. Bedeutung – eine Frage, ein Problem, ein Prinzip, eine Struktur, ein Gesetz, eine Verwand- lung, etwas Unbekanntes und Neues, und sie versucht es zu erschliessen. Dabei nimmt die Beschäftigung mit den Phänomenen und Objekten einen nahezu dramatischen Charakter an. Die interessierenden Erscheinungen oder Gegenstände […] müssen aufgesucht oder herbeigeschafft, vorgestellt oder hervorgehoben, gleichsam inszeniert werden. Und die Auseinandersetzung mit ihnen fordert unterschiedliche Meinungen, Vorstellungen und Gefühle heraus. Sie werden disku- tiert, hinterfragt und auf den Punkt gebracht. Und dies alles geschieht nicht allein aus Vergnügen an dem Lernprozess und seinen Inhalten. Es ist auch verbunden mit der Ahnung, dass die Ein- sichten und Kräfte, die man im Verlauf des Lernprozesses gewinnt, von einer weiter reichenden Bedeutung sein könnten, dass sie möglicherweise zu einem besseren Verständnis der Welt und des menschlichen Lebens und der eigenen Stellung in der Welt führen. Theodor Schulze 721


35. Jaenecke, H. (1996): Entdecker in heimlichen Auftrag. In: GEO spezial, 3/1996, S. 42-46.


36. Klafki, Wolfgang (1997): Exempel hochqualifizierter Unterrichtskultur. Einführung zur Lehrkunstwerkstatt-Reihe und Didaktischer Kommentar zu Beate E. Nölles " Pythago- ras " . In: Berg, Hans Christoph; Schulze, Theodor (Hrsg.): Lehrkunstwerkstatt I. Didaktik in Unterrichtsexempeln. S. 13-35.


37. Klafki, Wolfgang (1999): Exemplarisches Lehren und Lernen, Exemplarisches Prinzip. In: Reinhold, Gerd; Pellak, Guido; Heim, Helmut (Hrsg.): Pädagogiklexikon.


38. Hamann, Johann Georg (1962): Fünf Hirtenbriefe das Schuldrama betreffend. Einführung und Kommentar von Jørgensen, Sven-Aage.


39. Hedin, Sven (1911a): Från Pol till Pol. 2 Bände.


40. Berg, Hans Christoph (1995): Genetische Methode. In: Berg, Hans Christoph; Schulze, Theo- dor: Lehrkunst. Lehrbuch der Didaktik. S. 349-360.


41. Hedinger, Bärbel (2004): Goethe als Meteorologe. Mit zusätzlichen Bildkommentaren von Franz Ossing. In: Spielmann, Heinz; Westheider, Ortrud (Hrsg.): Wolkenbilder. Die Entdeckung des Himmels. S. 178-185. Ausstellungskatalog.


42. Haars, Petra (2006): " Baum – Nuss – Baum " Guter Fachunterricht durch kollegiale Unter- richtsentwicklung. Interview mit Prof. Hans Christoph Berg über Lehrkunstdidaktik im Sinne Wagenscheins und Klafkis. In: Schulmanagement 4/2006.


43. Lingen, Helmut (Hrsg.)(o. J.): Entdecker Forscher Abenteurer. Sternstunden der Menschheit. Die letzten "weissen Flecken".


44. Herder, Johann Gottfried (1982): Herders Werke in fünf Bänden. Ausgewählt und eingeleitet von Regine Otto.


45. Ahrens, Daniel (2008): Himmelsblick und Weltanschauung. Mit Albert Schweizer durch das Jahr. Unveröffentlichtes Skript.


46. Steiner, Rudolf (Hrsg.)(1883-1897): Goethes naturwissenschaftliche Schriften. 5 Bände.


47. Berg, Hans Christoph (o.J. 1): Bubers Baumbetrachtung. Ein ökodidaktisches Impromptu. 1 Seite. Unveröffentlicht.


48. Baumann, Bruno (2001): Karawane ohne Wiederkehr. Das Drama in der Wüste Takla Makan. Brennecke, Detlef (1991): Sven Hedin.


49. Klafki, Wolfgang (1959a): Kategoriale Bildung. Zur bildungstheoretischen Deutung der modernen Didaktik. In: Klafki, Wolfgang (1964): Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. S. 25-45.


50. Eugster, Willi; Berg, Hans Christoph (2010): Kollegiale Lehrkunstwerkstatt. Sternstunden der Menschheit im Unterricht der Kantonsschule Trogen.


51. Thornes, John E. (2004): John Constable. Kunst und Meteorologie. In: Spielmann, Heinz; Westheider, Ortrud (Hrsg.): Wolkenbilder. Die Entdeckung des Himmels. S. 142-149. Ausstellungskatalog.


52. Schulze, Theodor (1995): Lehrstück-Dramaturgie. In: Berg, Hans Christoph; Schulze, Theo- dor: Lehrkunst. Lehrbuch der Didaktik. S. 361-420.


53. Wildhirt, Susanne (2007): Lehrstückunterricht gestalten. Linnés Wiesenblumen – Aesops Fa- beln – Faradays Kerze. Exemplarische Studien zur lehrkunstdidaktischen Kompositions- lehre. Dissertation.


54. Hamblyn, Richard (2007): Luke Howard " s intellectual milieu. In: IAUC Newsletter 21, S. 6-7.


55. Berg, Hans Christoph (1989): Martin Wagenschein (1896-1988) und seine Lehrkunst -heute. In: Beiträge zur Lehrerbildung, 7(1), 11-18.


56. Berg, Hans Christoph (1994): Mit Orion und Adler um die Erde. In: Berg, Hans Christoph; Schulze, Theodor; mit Hallerstede, Christoph u. Nölle, Beate E. (1994): Marburger Lehrkunstbriefe. S. 41-43.


57. Jänichen, Michael: (2001): Mit Sven Hedin " Von Pol zu Pol " . Durch Asien in 20 Stunden – Um die Welt in 40 Stunden. Anregungen zu einer Unterrichtseinheit auf dem Weg zu einem Lehrstück. Erziehungswissenschaftliche Zulassungsarbeit. Philipps-Universität Marburg. Unveröffentlicht.


58. Wagenschein, Martin (1995): Naturphänomene sehen und verstehen. Genetische Lehrgänge.


59. Neben der hinzugewonnenen gedanklichen Durchdringbarkeit des Gegenstandes bleibt das Staunen erhalten; Erkenntnis und Anschauung können nebeneinander bestehen. Lehrstück- unterricht bemüht sich aktiv darum, dass der Gedanke das Sinnliche nicht zerstört: Die Schön- heit der Wolken bleibt neben der Erkenntnis ihrer Klassifizierbarkeit bestehen, der bebilderte Sternhimmel neben dem verstehenden Sehen seiner kreisenden Bewegungen.


60. Klafki, Wolfgang (2007): Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Zeitgemässe Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik.


61. Howard, Luke (1810): On a meteorological nomenclature. In: Nicholson, William (Hrsg.): Journal of natural Philosophy, Chemistry and the arts, Vol. XXVI, S. 212-217. Huch, Ricarda (1946): Urphänomene.


62. Howard, Luke (1803): On the Modifications of Clouds, and on the Principles of Their Production, Suspension, and Destruction. Being the Substance of an Essay Read Before the Askesian Society in the Session 1802-03. In: Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus, 3, 1894.


63. Platon. Phaidros oder Vom Schönen. Hildebrandt, Kurt (Hrsg.) (1979) Reichwein, Adolf (1993): Schaffendes Schulvolk – Film in der Schule. Die Tiefenseer Schulschriften – Kommentierte Neuausgabe.


64. Beyer, Andreas (2004): Die " Physiognomie der Atmosphäre " . Zu Goethes Versuch, den Wolken Sinn zu verleihen. In: Spielmann, Heinz; Westheider, Ortrud (Hrsg.): Wolkenbilder. Die Entdeckung des Himmels. S. 172-177. Ausstellungskatalog.


65. Hildebrandt-Günther, Renate (o. J.): Lehrstückkomposition. Unveröffentlicht.


66. Hedin, Sven (1904): Scientific Results of a Journey in Central Asia 1899-1902.


67. Lehrstücke sind allgemeinbildende Erkenntnisdramen. Sie ermöglichen fundamentale Weltaufschlüsse mit Strahlkraft in die Weite und Tiefe der kulturellen Wirklichkeit. Sie er- möglichen Gedanken und Gefühle zu bilden, es finden intellektuelle und emotionale Erschüt- terungen statt. Lehrstückunterricht spinnt Fäden an denen sich Wissen und Fühlen mit der Welt und ihren Erscheinungen verbinden, den Kulturen, den Künsten, den Wissenschaften.


68. Lamarck, Jean-Baptiste: Site lamarck -www.lamarck.net (Zugriff am 25.6.2009) Ossing ,Franz: Goethe und die Wolken http://bib.gfz-potsdam.de/pub/schule/goethe/startgoe1.htm (Zugriff am 15.4.2010)


69. Ästhetik und Authentizität kommen im Lehrstückunterricht besondere Bedeutung zu: Beide betonen die Ernsthaftigkeit und die Wahrhaftigkeit des Inhaltes. Ästhetik verlangt Sinnlich- keit, sie stiftet Sinn und Lust. Dabei gilt: keine Ästhetik ohne aisthesis! Lehrstückunterricht wird sinnlich und lustvoll gestaltet, sinnlich und lustvoll unterrichtet, in ihm wird sinnlich und lustvoll gelernt. Die Sinnlichkeit fundiert den Sinn, der Sinn krönt die Sinnlichkeit. Alle sollen den Lernschritten gerne und bis zum Schluss vergnügt folgen wollen und können: Wie reagiert das innere Kind auf die Idee, den Entwurf? Schmeckt es so, wie es geplant ist? Der Unterricht muss allen Kindern gefallen können – den 8-jährigen und den 80-jährigen. Die Authentizität fordert wahrnehmbare Echtheit und verhindert Willkür gegenüber dem Gegen- stand, dem Urheber oder der Vorlage. Ein Lehrstück beleuchtet seinen Inhalt aus diesem Grund auch ungeachtet etwaiger Fächergrenzen i. d. R. aus unterschiedlichen Perspektiven und Blickwinkeln. Fachfernes bleibt als Sachnahes im Lehrstückunterricht erhalten. Die Strahlkraft des Inhalts, seine reale kulturelle Mehrdimensionalität wird erfassbar, sobald möglichst viele seiner Facetten angestrahlt werden und in die Tiefe und Weite reflektieren. 721 In: Berg 2009, S. 127ff.


70. Wahlquist, Håkan (1990): Sven Hedin – tecknaren. Med papper och penna i Centralasien. Folkens museum – etnografiska och Sven Hedins stiftelse, Stockholm.


71. Holmér, Folke (1965): The artist Sven Hedin. In: Hedin, Sven: As Artist. S. 58-62.


72. Berg, Hans Christoph; Schulze, Theodor (Hrsg.) (1997): Lehrkunstwerkstatt I. Didaktik in Unterrichtsexempeln.


73. The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002.


74. Borsche, Tilman (Hrsg.)(1996): Klassiker der Sprachphilosophie. Von Platon bis Noam Chomsky.


75. Brüngger, Hans (2004): Von Pythagoras zu Pascal. Fünf Lehrstücke der Mathematik als Bildungspfeiler im Gymnasium. Dissertation.


76. Wagenschein, Martin (1939): Warum fallen die Wolken nicht? Eine meteorologische Plaude- rei. In: Kosmos, Heft 4, April 1939. S. 113-116.


77. Rohde, Dirk (2003): Was heisst ‚lebendiger " Unterricht? Faradays Kerze und Goethes Pflan- zenmetamorphose in einer Freien Waldorfschule. Dissertation.


78. Hamblyn, Richard (2009): Welche Wolke ist das? Wetter, Wolken und Himmelsphänomene beobachten und erkennen.


79. Aristoteles. Werke in deutscher Übersetzung. Herausgegeben von Flashar, Hellmut (1993).


80. Schopenhauer, Arthur. Werke in fünf Bänden. Lütkehaus, Ludger (Hrsg.) (1988) Schreiber, Dirk (1996): ‚Von Pol zu Pol " als Ansatz für einen fächerübergreifenden Unterricht. (Versuch einer Einordnung). Erziehungswissenschaftliche Zulassungsarbeit. Philipps-Universität Marburg. Unveröffentlicht.


81. Schlichting, H. Joachim (1997): Wolken – Gedanken des Himmels. In: Physik in der Schule 35/7,8, 283.


82. Buchroithner, Manfred F. (2006): Zwischen Gobi und Himalaya. Über das kartographische Werk des Sven Hedin. TU Dresden.


83. Ollén, Bo (1996): Från Sörgården till Lop Nor. Klassiska läseböcker i ny belysning. In: Skrifter utgivna av Svenska barnboksinstitutet, Nr. 57, Stockholm.


84. Mills, Gerald (2007): Luke Howard and The Climate of London. In: IAUC Newsletter 21, S. 8-10.


85. Thornes, John E. (1999): John Constables skies. A fusion of art and science.


86. Weblinks: Astronomie heute: Die drehbare Sternkarte http://www.astronomie-heute.de/artikel/849426&_z=798887 (Zugriff am 12.4.2010)


87. Eckermann, Johann Peter (1994): Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. Herausgegeben von Schönberger, Otto.


88. Koch-Priewe, Barbara; Stübig, Frauke; Arnold, Karl-Heinz (Hrsg.)(2007): Das Potenzial der Allgemeinen Didaktik. Stellungnahmen aus der Perspektive der Bildungstheorie von Wolfgang Klafki.