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Titel: Unimodal and crossmodal processing of visual and kinesthetic stimuli in working memory
Autor: Seemüller, Anna
Weitere Beteiligte: Rösler, Frank (Prof. Dr.)
Erscheinungsjahr: 2011
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2011/0064
DOI: https://doi.org/10.17192/z2011.0064
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2011-00645
DDC: Psychologie
Titel(trans.): Unimodale und kreuzmodale Verarbeitung visueller und kinästhetischer Reize im Arbeitsgedächtnis

Dokument

Schlagwörter:
Synchronization, Gedächtnis, Gedächtnisrepräsentation, Working memory, Vision, Haptik, Synchronisation, Sehen, Kinästhesie, Crossmodal comparison, Arbeitsgedächtnis, Kreuzmodaler Vergleich, Haptics, Elektroenzephalographie

Summary:
The processing of (object) information in working memory has been intensively investigated in the visual modality (i.e. D’Esposito, 2007; Ranganath, 2006). In comparison, research on kinesthetic/haptic or crossmodal processing in working memory is still sparse. During recognition and comparison of object information across modalities, representations built from one sensory modality have to be matched with representations obtained from other senses. In the present thesis, the questions how object information is represented in unimodal and crossmodal working memory, which processes enable unimodal and crossmodal comparisons, and which neuronal correlates are associated with these processes were addressed. In particular, unimodal and crossmodal processing of visually and kinesthetically perceived object features were systematically investigated in distinct working memory phases of encoding, maintenance, and recognition. At this, the kinesthetic modality refers to the sensory perception of movement direction and spatial position, e.g. of one’s own hand, and is part of the haptic sense. Overall, the results of the present thesis suggest that modality-specific representations and modality-specific processes play a role during unimodal and crossmodal processing of object features in working memory.

Zusammenfassung:
Die Verarbeitung von (Objekt-)Informationen im Arbeitsgedächtnis wurde in der visuellen Modalität bereits vielfach untersucht (u. a. D’Esposito, 2007; Ranganath, 2006). Im Vergleich hierzu ist wenig über die kinästhetische/haptische oder kreuzmodale Verarbeitung von Informationen im Arbeitsgedächtnis bekannt. Bei der Wiedererkennung und dem Vergleich von Objektinformationen über die Modalitäten hinweg müssen Repräsentationen einer sensorischen Modalität mit Repräsentationen anderer Sinnesmodalitäten abgeglichen werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich mit den Fragen wie Objektinformationen in unimodalen und kreuzmodalen Arbeitsgedächtnisaufgaben repräsentiert werden, welche Prozesse einen unimodalen und kreuzmodalen Vergleich ermöglichen und mit welchen neuronalen Korrelaten diese Prozesse assoziiert sind. Genauer gesagt wurde die Verarbeitung visueller und kinästhetisch wahrgenommener Objekteigenschaften in unimodalen und kreuzmodalen Aufgaben für die Arbeitsgedächtnisphasen – Enkodierung, Aufrechterhaltung und Wiedererkennung – systematisch untersucht. Hierbei bezieht sich die kinästhetische Modalität auf die sensorische Wahrnehmung von Bewegungsrichtung und räumlicher Position, z. B. der eigenen Hand, und ist Teil der haptischen Modalität. Insgesamt sprechen die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit dafür, dass modalitätsspezifische Repräsentationen und modalitätsspezifische Prozesse eine Rolle bei der unimodalen und kreuzmodalen Verarbeitung von Objekteigenschaften im Arbeitsgedächtnis spielen.


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