Die theophoren Personennamen in den dadanischen Inschriften

In dieser Dissertation wurde das Ziel verfolgt, sämtliche theophoren Personennamen in den bisher veröffentlichten dadanischen Inschriften sowie Graffiti – soweit mir diese zugänglich waren – zu analysieren. Ausgehend davon sollte eine detaillierte Übersicht erarbeitet und zusammengestellt werden, di...

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Main Author: Hidalgo-Chacón Díez, María del Carmen
Contributors: Weninger, Stefan (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language: German
Published: Philipps-Universität Marburg 2010
Orientalistik und Sprachwissenschaft
Subjects:
Online Access: PDF Full Text
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Summary: In dieser Dissertation wurde das Ziel verfolgt, sämtliche theophoren Personennamen in den bisher veröffentlichten dadanischen Inschriften sowie Graffiti – soweit mir diese zugänglich waren – zu analysieren. Ausgehend davon sollte eine detaillierte Übersicht erarbeitet und zusammengestellt werden, die es als das primäre Ergebnis der Forschung zu präsentieren galt. Vor diesem Anspruch handelt es sich bei der vorliegenden Dissertation explizit um eine lexikalische wie auch etymologische Untersuchung der überlieferten dadanischen theophoren Personennamen, die im Rahmen der semitischen Sprachen zu identifizieren sind und analysiert werden. Es wurde des Weiteren versucht, soweit dies realisierbar war, die Bedeutung der Wurzel des jeweiligen Personennamens anhand der semitischen Lexika und onomastischen Arbeiten zu ermitteln. Darüber hinaus sollten die Namen gemäß ihrer Morphologie interpretiert werden. Der erste verwirklichte Schritt im Rahmen des Forschungsvorhabens war – ausgehend davon – die Zusammenstellung aller dadanischen Inschriften sowie Graffiti, die in verschiedenen Bekanntmachungen zu finden sind. Nach einer Durchsicht des gesamten Textmaterials wurden die theophoren Personennamen entnommen und katalogisiert. Hinsichtlich der Untersuchungen der Personennamen ist festzuhalten, dass bei einigen Personennamen verschiedene Deutungsmöglichkeiten als durchaus mögliche Alternativen angegeben werden mussten. Dass nicht alle Namen restlos geklärt werden konnten, erklärt sich schlichtweg durch die Tatsache, dass die Vokalisation des jeweiligen Namens unsicher ist und teilweise aus den mehrfachen Bedeutungen der homonymen Wurzeln, die in demselben Namen zugrunde gelegt werden können. Des Weiteren ist in diesem Kontext darauf hinzuweisen, dass sich die Relevanz der Untersuchung der theophoren Personennamen nicht allein auf die sprachliche Ebene bezieht. Ebenso beinhaltet sie wichtige Erkenntnisse als religionsgeschichtliche Quelle, die analysiert werden können. So ist anzuführen, dass die dadanischen theophoren Namen überaus interessante wie auch wertvolle Aussagen hinsichtlich der persönlichen und privaten Frömmigkeit der nicht mehr vorhandenen Völker Dadan und Liḥyān zulassen. Alles das ist dabei als klare Kontraste zu den offiziellen Aspekten der Religiosität dieser Völker anzusehen. Sodass einige Götter, die in den zusammengesetzten theophoren Personennamen häufig vorkommen, nehmen keinen oder nicht relevanten Platz im inschriftlich bezeugten dadanischen Pantheon ein. Im Gegenteil viele Gottes Namen, die in dem inschritflichen dadanischen Pantheon mehrfach vorliegen, tauchen kaum in den zusammengesetzten Personennamen auf. Aufgrund der Tatsache, dass die Geburt eines Kindes primär für die jeweilige Familie von großer Bedeutung ist, ist es nur verständlich, dass der persönliche Glaube eine sehr große Rolle bei der Entscheidung für einen solchen theophoren Personennamen spielt. Der Gott soll das Kind – den Namensträger – schützen. Der Name enthält eine Aussage, die entweder den Gott im Allgemeinen oder sein besonderes Verhältnis zu dem Namensträger im Speziellen angeht.