OPG und RANKL in der Sulkusflüssigkeit und im Speichel bei Patienten mit behandelter chronischer Parodontitis und osseointegrierten Implantaten

Beim physiologischen Knochenstoffwechsel spielt das OPG/RANKL - System eine zentrale Rolle für das Vorliegen von Knochenauf - und abbau. RANKL fördert die Knochenresorption durch Steigerung der Anzahl und Aktivität funktionsfähiger Osteoklasten über Aktivierung seines osteoklastären Rezeptors RANK....

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Heck, Julia Katharina
Beteiligte: Mengel, Reiner (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2010
Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde
Schlagworte:
OPG
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Beim physiologischen Knochenstoffwechsel spielt das OPG/RANKL - System eine zentrale Rolle für das Vorliegen von Knochenauf - und abbau. RANKL fördert die Knochenresorption durch Steigerung der Anzahl und Aktivität funktionsfähiger Osteoklasten über Aktivierung seines osteoklastären Rezeptors RANK. Dieser Prozess wird durch seinen löslichen Antagonisten OPG inhibiert. Das Ziel der vorliegenden Studie war der Nachweis von OPG und RANKL in der Sulkusflüssigkeit und im Speichel bei Patienten mit dentalen Implantaten. 8 behandelte GCP Patienten mit Implantaten und 7 parodontal gesunde Probanden ohne Implantate waren an der Studie beteiligt. Neben den klinischen Parametern (ST, BNS, GI, GR) wurden Proben der Sulkusflüssigkeit und des Speichel entnommen. Die Untersuchung auf OPG und RANKL erfolgte mittels der ELISA-Technik. In der Sulkusflüssigkeit bei den GCP Patienten wurde OPG an den Implantaten in 30% (92,05pmol/l+/-131,84pmol/l) und an den Zähnen in 27% (195,65pmol/l+/-284,83pmol/l) der Proben nachgewiesen. In der Kontrollgruppe war OPG in 22% (80,66pmol/l+/-120,33pmol/l) der Proben nachweisbar. RANKL lag bei den GCP Patienten an 23% der Implantate (50,99pmol/l+/-82,55pmol/l) und 28% der Zähne (24,94pmol/l+/-39,18pmol/l) vor. In der Kontrollgruppe konnte RANKL in 8% (2,78+/-3,51pmol/l) der Proben gemessen werden. Im Speichel der GCP Patienten konnte OPG (0,38pmol/l+/-0,41pmol/l) in allen und bei den Kontrollen (0,53pmol/l+/-0,94pmol/l) in 6 von 7 Proben gemessen werden. RANKL (0,141+/-0,096pmol/l) wurde bei den GCP Patienten in 7 von 8 Proben und bei den Kontrollen (0,344+/-0,482pmol/l) in 4 von 7 Proben nachgewiesen. Weder im Speichel noch in der Sulkusflüssigkeit lagen Korrelationen zwischen OPG, RANKL und den klinischen Parametern vor. Abschließend bleibt festzustellen, dass in der Sulkusflüssigkeit in 20-30% der Proben OPG und RANKL nachweisbar war. Die RANKL Konzentration an den Implantaten der GCP Patienten war deutlich erhöht, jedoch statistisch nicht signifikant. In nahezu allen Speichelproben konnte OPG und RANKL in geringen Konzentrationen gemessen werden. Der Nachweis von OPG und RANKL in der Sulkusflüssigkeit und im Speichel ist ein vielversprechendes diagnostisches Nachweisverfahren für den Knochenstoffwechsel an Zähnen und Implantaten. Insbesondere sollte die Rolle des OPG und RANKL- Systems in der Etablierung und Aufrechterhaltung einer Osseointegration von Implantaten und der Entstehung von periimplantären entzündlichen Erkrankungen näher untersucht werden.
Beschreibung:88 pages.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2010.0306