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Titel:Stellenwert multimodaler Therapiekonzepte beim Nierenzellkarzinom mit Vena Cava Thrombus
Autor:Stehl, Karina
Weitere Beteiligte: Heidenreich, Axel (Prof. Dr.)
Erscheinungsjahr:2008
URI:http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0865
DOI: https://doi.org/10.17192/z2008.0865
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2008-08650
DDC: Medizin, Gesundheit
Titel(trans.):Sicnificans of therapyconceps of renal cell carcinoma with vena cava thrombus

Dokument

Schlagwörter:
Therapie, Hypernephrom, Therapy, Cava Thrombus, Vena cava thrombus, Renal cell carcinoma, Nierenzellkarzinom

Zusammenfassung:
Das Nierenzellkarzinom ist der dritthäufigste auftretende Tumor zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. Männer erkranken im Durchschnitt doppelt so häufig wie Frauen. Bei 4-10% der Nierenzellkarzinompatienten entwickelt sich ein Tumorthrombus in der Vena Cava. 30% der Patienten haben zum Zeitpunkt einer Operation bereits Metastasen entwickelt. Das Ziel dieser Studie war es, an der Phillips Universität Marburg zwischen 1998 und 2003, verschiedene Therapiekonzepte auf ihre Effektivität zu prüfen und Aussagen über prognostische Faktoren zu treffen. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass ein positiver Metastasenstatus zum Zeitpunkt der Operation sich eindeutig negativ auf das Überleben auswirkt. Dieses Ergebnis stimmt auch mit denen in der Literatur beschriebenen überein. Nicht so eindeutige Daten liegen beim Einsatz einer Immun-/Chemotherapie vor. Die besten, jedoch nicht signifikanten Ergebnisse liegen bei der Verwendung einer späten Immun-/Chemotherapie in Kombination mit einer operativen Intervention vor. Die späte Immun-/Chemotherapie schließt allerdings die Patienten ein, die sich zum Operationszeitpunkt in einem metastasenfreien Zustand befanden und somit wiederum prognostische Vorteile aufzeigten. Keine großen Überlebensvorteile konnten bei Patienten gesehen werden, die sich einer primären Immun-/Chemotherapie, bei positivem Metastasenstatus, unterzogen. Gleiches gilt für eine Second-Line-Immun-/Chemotherapie. Es zeichneten sich zwar Tendenzen ab, die für den Einsatz einer weiteren konventionellen Therapie sprechen, jedoch ergaben diese Ergebnisse keine statistische Signifikanz. Die prognostische Aussagekraft des Tumorthrombus stellte einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit dar. In der Literatur werden verschiedene Fälle diskutiert, inwieweit ein niedriges Thrombuslevel mit einer besseren Prognose für den Patienten korreliert. Bezogen auf das Thrombuslevel und das Staging zeigte diese Studie keinen signifikanten Überlebensvorteil. Ein wichtiger Punkt, der bei all diesen multimodalen Therapiekonzepten nicht außer Acht gelassen werden darf, ist der gute Allgemeinzustand des Patienten. Dieser wirkt sich, egal ob es sich um eine reine operative Therapie oder eine Kombination mit Immun-/Chemotherapie handelt, immer positiv auf das Überleben eines Patienten aus. Solange sich der Patient in einer guten körperlichen Verfassung befindet, zeigen sowohl die operativen als auch die konventionellen Therapieverfahren eine geringere Komplikationsrate auf.

Summary:
The renal cell carcinoma is the third leading cause of urology cancer between 60 and 70. Men are more affected than women. 4-10% of patients with renal cell carcinoma develop a tumor thrombus of the vena cava. 30% of the patients already have metastasis cancer at the time of the operation. The aim of this study, performed between 1998 and 2003 at the Phillips University Marburg, was to review the effect of different therapy concepts and to give a statement about prognostic factors. The results of this study show that patients with metastatic renal cell carcinoma have a decreased expectancy of life. Literary confirms this result. The immune/chemotherapy, which was also reviewed in this study, did not show similar clear results. The best results, but still not significantly better, are achievable by a combination of the immune/chemotherapy and a nephrectomy. All other immune/chemotherapies have no positive effects on the life expectancy of the patients, does not matter if it is the first or second line therapy. An additional focus of this study was the prognostic significance of the thrombus level on the life expectancy. Different cases are discussed in literary, in which extent a low thrombus level correlates to a better prognosis for the patient. As a result of this study, a low thrombus level does not lead into a significant increased life expectancy of metastatic or not metastatic renal cell carcinoma patients.


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