Erstellung und Implementierung eines Behandlungspfades zur Therapie von Frakturen der oberen Extremität bei Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahren

In einem sich wandelnden Gesundheitssystem sind angesichts begrenzter Ressourcen Diskussionen über Veränderungen und Straffungen von Behandlungsabläufen notwendig, um Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit, also Behandlungssicherheit, Qualität und Kostensicherheit sowohl für Patienten als auch B...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Strüwer, Johannes Friedrich Heinrich
Beteiligte: Schnabel, Michael (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2008
Operative Medizin
Schlagworte:
Arm
DRG
Online Zugang:PDF-Volltext
Tags: Tag hinzufügen
Keine Tags, Fügen Sie den ersten Tag hinzu!
Beschreibung
Zusammenfassung:In einem sich wandelnden Gesundheitssystem sind angesichts begrenzter Ressourcen Diskussionen über Veränderungen und Straffungen von Behandlungsabläufen notwendig, um Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit, also Behandlungssicherheit, Qualität und Kostensicherheit sowohl für Patienten als auch Behandlungsträger zu gewährleisten. Klinische Pfade sind daher ein geeignetes Mittel, die steigenden medizinischen Anforderungen standardisiert und qualitativ gut zu erbringen und den ökonomischen Herausforderungen zu begegnen. Sie koordinieren basierend auf Leitlinien und evidenzbasierter Medizin unter Berücksichtigung der Faktoren Zeit und Kosten die indikations- und fallbezogenen ärztlichen, pflegerischen und sonstigen Maßnahmen in der Versorgung von Patienten mit einem speziellem Krankheitsbild auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten. Vor diesem Hintergrund empfahl sich die integrative Umsetzung diesbezüglicher Leitlinien (DGU, dt. Ges. f. Kinderchirurgie, dt. Ges. f. Orthopädie etc.) in einen multidisziplinären Behandlungsalgorithmus zur Therapie von Frakturen der oberen Extremität bei Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahren. Die Leitlinien zu ähnlichen Krankheitsmorphologien wurden dabei als Komplex von Modulen in einem Gesamtprozess aufgefasst. Es wurde geprüft, ob die Therapie von Frakturen der oberen Extremität in ein Gesamtbild zur Behandlung eines Symptomenkomplexes integrierbar sei. Als Qualitätsindikatoren wurden hierfür prä-, postoperative und Gesamtverweildauer, Transport, Korrektheit und Vollständigkeit der Codierung/Dokumentation der Behandlungs-, bzw. Aufnahmediagnosen und Entlassungsdiagnosen, sowie Patientenzufriedenheit, OP-Zeiten, Wartezeiten und Schnittstellen- und Entlassungsmanagement ausgewertet auf der Basis von 462 OP-Protokollen und zusätzlichen semistrukturierten offenen Interviews des mit der Versorgung dieser Patienten betrauten ärztlichen und pflegerischen Personals der betroffenen Fachrichtungen und Funktionsbereichen aller Hierarchiestufen. Im Rahmen dieses Vorgehens konnte der Behandlungsablauf analysiert und Schwachstellen identifiziert werden (z.B. OP-Verzögerungen, Patientenvorbereitung,Schnittstellen- und Entlassungsmanagement). Anhand einer Ist- und Barrierenanalyse, einer Leitlinien- und Literaturrecherche konnte ein Pfadalgorithmus generiert und nach einem fornellen Konsensusverfahren durch den Klinikumsvorstand verabschiedet werden
DOI:https://doi.org/10.17192/z2008.0608