Bioresorbierbare Membran und bioaktives Glas in der Behandlung von Furkationsdefekten Grad II und III bei Patienten mit generalisierter aggressiver Parodontitis.

Das Ziel dieser Prospektivstudie war der klinische und radiologische Vergleich der Langzeitstabilität von Zähnen mit Furkationsbefall II. und III. Grades über einen Zeitraum von 5 Jahren, nach der Behandlung mit zwei regenerativen Materialien. Insgesamt nahmen 12 Patienten (8 weiblich) im Alter zwis...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Schreiber, Nicole
Beteiligte: Flores-de-Jacoby, Lavinia (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2008
Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Das Ziel dieser Prospektivstudie war der klinische und radiologische Vergleich der Langzeitstabilität von Zähnen mit Furkationsbefall II. und III. Grades über einen Zeitraum von 5 Jahren, nach der Behandlung mit zwei regenerativen Materialien. Insgesamt nahmen 12 Patienten (8 weiblich) im Alter zwischen 29 und 57 Jahren mit generalisierter aggressiver Parodontitis an dieser Studie teil. Eine konservative parodontale Vorbehandlung wurde bei allen Patienten durchgeführt und war mindestens 8 Wochen vor dem chirurgischen Eingriff abgeschlossen. Die regenerative chirurgische Behandlung der Patienten wurde entweder mit der resorbierbaren Membran Gore Resolut® XT (W.L. Gore & Associates, Flagstaff, AZ, USA) oder mit dem alloplastischen Knochenersatzmaterial PerioGlas (USBiomateroals, Alachua, FL, USA) durchgeführt. Insgesamt wurden 32 Furkationsbefälle, 19 mit FB II. und 13 mit FB III. Grades operiert. Von diesen entfielen 13 auf die Membran (RXT- Gruppe) und 19 auf das bioaktiven Glas (PG-Gruppe). Die klinischen Parameter beinhalteten PIaque-lndex (Pll), Gingival-lndex, Sondierungstiefe (ST), Bluten nach Sondierung (BNS), gingivale Rezession (GR), Attachmentlevel (AL) sowie Furkationsbefall (FB) und Lockerungsgrad. Sie wurden präoperativ und postoperativ alle 6 Monate über einen Zeitraum von 5 Jahren erhoben. Die Einzelzahnfilme wurden unmittelbar vor dem chirurgischen Eingriff sowie alle 12 Monaten mittels standardisierter Paralleltechnik angefertigt. Nach Digitalisierung der Röntgenbilder wurden die Veränderungen der radiologischen Distanzen vom Crista alveolaris (xCA) zum Defektboden (xDB) und von der Schmelzzementgrenze (xSZG) zum xCA ermittelt. Die statistische Analyse der Messergebnisse erfolgte mithilfe nichtparametrischer Testverfahren. Zur Prüfung auf Normalverteilung kam der Shapiro-Wilk-Test zur Anwendung. Signifikante Unterschiede wurden bei verbundenen Parametern mit dem Paardifferenztest nach Wilcoxon und bei unverbundenen Variablen mit dem U-Test nach Mann-Whitney ermittelt. Das Ausmaß von Korrelationen wurde mithilfe der bivariaten Korrelationsanalyse nach Spearman bestimmt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Membran und bioaktiven Glas nach 5 Jahren zu einer statistisch signifikanten Reduktion der ST (RXT: 3,4 ± 3,8 mm; PG: 3,3 ± 1,8 mm) und einem AL-Gewinn (RXT: 3,9 ± 4,0 mm; PG: 3 ± 2,3 mm) führt. Die GR stieg in der PG-Gruppe um 0,3 ± 1,1 mm leicht an und nahm in der RXT-Gruppe mit 0,5 ± 1,3 mm leicht ab. Von den Furkationen mit Grad II waren 5 Jahre nach der Behandlung mit der Membran 25% (2) geschlossen und 50% (4) teilweise (Grad l). Von den Furkationen Grad III waren 0% (0) geschlossen und 40% (2) teilweise (Grad l). Nach Behandlung mit dem bioaktiven Glas waren nach 5 Jahren von den Furkationen mit Grad II 9,1% (1) geschlossen und 18,2% (2) teilweise (Grad l). Von den Furkationen Grad III waren 12,5% (1) geschlossen und 50% (4) teilweise (2 Grad I). Im statistischen Vergleich der klinischen Parameter zwischen den beiden Gruppen, konnte kein statistisch signifikanter Unterschied festgestellt werden. Eine Auswertung röntgenologischer Daten konnte aufgrund zu wenig auswertbarer Röntgenbilder nicht durchgeführt werden. Auffällig ist, dass beide Materialien bei den Furkationsbeteiligungen Grad III nicht so erfolgreich waren wie bei denen Grad II, obwohl auch hier Teilerfolge vorlagen. Jedoch muss die geringe Fallzahl dieser Studie hierbei berücksichtigt werden, so dass auch eine statistische Signifikanz fehlt.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2008.0605