Vergleichende Messung der Milzfunktion bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zur Beurteilung einer funktionellen Hypo-/ Asplenie mit Hilfe der Milzszintigraphie mit hitzealterierten, 99mTc-markierten Erythrozyten und der Leber-Milzszintigraphie mit 99mTc-markiertem Zinnkolloid sowie Sonographie und farbkodierter Dopplersonographie

Ziel: Ultraschall könnte eine kostensparende Alternative für die szintigraphische Bestimmung der Milzfunktion sein. Wir verglichen die Szintigraphie mit Nanokolloiden (NS)/hitzealterierten Erythrocyten (ES) mit der farbcodierten Doppler-Sonographie (DS) in Patienten mit chronisch entzündlichen Darme...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Bröker, Sylvia
Beteiligte: Steiniger, Birte (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2007
Radiologie
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Ziel: Ultraschall könnte eine kostensparende Alternative für die szintigraphische Bestimmung der Milzfunktion sein. Wir verglichen die Szintigraphie mit Nanokolloiden (NS)/hitzealterierten Erythrocyten (ES) mit der farbcodierten Doppler-Sonographie (DS) in Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CEDE). Methoden: Es wurden die Milz-Leber-Ratios (MLR) (szintigraphisch (NS, ES)) und die Erythrocytenclearance bestimmt. Bei der DS wurden Milzgröße, Echogenität und Gefäßwiderstandsindices (WI) bestimmt. Die Resultate wurden untereinander sowie mit den klinischen Aktivitäts-Scores für CEDE verglichen. Resultate: 35 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen. Auf Basis der Erythrocyten-Clearance, die als Standard diente, wurde die Milzfunktion als gut (19 Patienten), eingeschränkt (5) oder schlecht (11) klassifiziert. Bei der ES fand sich eine gute Korrelation zwischen Clearance und MLR (0.63, p<0.01). Die 10 min/45 min Clearancewerte korrelierten gut miteinander (Spearman-Rho 0.87, p<0.01) wie auch die MLRs der ES nach 2, 5, 10 und 45 min (Spearman-Rho > 0.9, p<0.01; MLR > 3.45 normale Milzfunktion, MLR <1.22 Hyposplenie). Die Resultate von DS, NS und ES zeigten weder untereinander eine Korrelation noch mit den klinischen Parametern. Lediglich die ES korrelierte mit der Erythrocyten-Clearance. Durch Nachweis von Howell-Jolly-Körpern wurde ein Patient von 11 mit einer Hyposplenie diagnostiziert während 5 falsch-positive Resultate auftraten. Schlußfolgerung: Ultraschall und Kolloidszintigraphie zeigten eine schlechte Korrelation mit den Ergebnissen der Clearance der hitzealterierten Erythrocyten. Lediglich die ES korrelierte gut mit der Clearance. Die Clearance und die MLRs der ES nach 10 min erlauben bereits eine verläßliche Aussage über die Milzfunktion. MLRs über 3.45 sind prädiktiv für eine normale Milzfunktion während MLRs <1.2 auf eine Hyposplenie hindeuten.