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Titel: Wirkung von Aminfluorid/Zinnfluorid, Triclosan und Acetylsalicylsäure auf die gingivale Entzündung
Autor: Backhus, Jennifer - geb. Engels
Weitere Beteiligte: Flores-de-Jacoby, Lavinia (Prof. Dr.)
Erscheinungsjahr: 2005
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2005/0680
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2005-06805
DOI: https://doi.org/10.17192/z2005.0680
DDC: Medizin, Gesundheit
Titel(trans.): The effects of mouthrinses containing amine fluoride/stannous fluoride (AmF2/SnF2), triclosan and acetylsalicylic acid (ASA) on the subgingival microbiotic flora during experimental gingivitis and subsequent rinsing phase

Dokument

Schlagwörter:
triclosan and acetylsalicylic acid (ASA) on the subgingival microbioti, Wirkung von Aminfluorid/Zinnfluorid, Triclosan und Acetylsalicylsäure auf die gingivale Entzündung, Effects of mouthrinses containing amine fluoride/stannous fluoride (AmF2/SnF2), Wirkung von Aminfluorid/Zinnfluorid, Triclosan und Acetylsalicylsäure auf die gingivale Entzündung

Zusammenfassung:
Das Ziel dieser placebokontrollierten Doppelblindstudie war die Bestimmung der Wirkung von Mundspüllösungen mit den Zusatzstoffen Aminfluorid/Zinnfluorid (AmF/SnF2 /Meridol®), Triclosan sowie Acetylsalicylsäure (ASS) auf die Verteilung der dunkelfeldanalytisch identifizierbaren morphologischen Bakteriengruppen in der gingivalen Sulcusflüssigkeit bei einer experimentellen Gingivitis. An der Studie nahmen 44 Patienten teil. In einer Baseline-Untersuchung wurde der Zustand des Parodonts mittels klinischer Parameter dokumentiert und die Sulcusflüssigkeit wurde mikrobiologisch und immunologisch untersucht. Zur Etablierung gesunder gingivaler Verhältnisse durchliefen die Patienten anschließend eine dreiwöchige Periode intensiver Mundhygienemaßnahmen, die wiederholte professionelle Zahnreinigungen und Mundhygieneinstruktionen beinhaltete. In einer zweiten Untersuchung, dem Studienbeginn, wurde der parodontale Status unter gesunden Verhältnissen aufgenommen. Die Probanden wurden dann angewiesen, sich in den folgenden zwei Wochen jeglicher Mundhygienemaßnahmen zu enthalten (Etablierung der experimentellen Gingivitis). Eine dritte und vierte Untersuchung wurde jeweils sieben und vierzehn Tage nach dem Studienbeginn durchgeführt. Im zweiten Studienabschnitt, nach vierzehn Tagen, wurde den Probanden zur vierten Untersuchung eine Mundspüllösung randomisiert zugeteilt, die entweder AmF/SnF2 , Triclosan, ASS oder einen Placebo enthielten. Die Lösungen wurden in den folgenden 22 Tagen ohne Anwendung weiterer Mundhygienemaßnahmen verwendet (Spülphase). Innerhalb dieses Zeitraums wurde eine fünfte und sechste Untersuchung nach 25 beziehungsweise 36 Tagen ab Studienbeginn durchgeführt. Die mikrobiologische Analyse der mittels Papierspitzen entnommenen Proben wurde durch die Dunkelfeldanalyse nach den morphologische Kriterien nach Listgarten und Hellden durchgeführt. Die statistische Auswertung erfolgte mit dem Kruskal-Wallis Test und Wilcoxon Test. Die mikrobiologischen Ergebnisse zeigten in allen Gruppen eine Abnahme der Kokken zwischen 2. und 6. Untersuchung, während eine Zunahme der Anzahl beweglicher Stäbchen sowie ein konstantes Verhalten des Anteils unbeweglicher Stäbchen während dieses Zeitraumes zu verzeichnen war. Die spirochitären, filamentösen und fusiformen Mikroorganismen zeigten sowohl während der Phase der Etablierung der experimentellen Gingivitis als auch während der Spülphase in allen Gruppen einen signifikanten Anstieg. Im direkten Gruppenvergleich konnte für die mikrobiologischen Ergebnisse kein statistisch signifikanter Unterschied beobachtet werden. Somit zeigt sich kein Unterschied zwischen den getesteten Substanzen bezüglich ihrer Fähigkeit, die untersuchten Bakterien in ihrem Wachstumsverhaltens während des Verlaufes einer experimentell etablierten, chronischen Gingivitis zu beeinflussen. Ebenso wenig konnten während des Studienverlaufes klinisch und immunologisch statistisch signifikante Differenzen festgestellt werden.

Summary:
This placebo-controlled double-blind study was aimed at determining the effects of mouthrinses containing amine fluoride/stannous fluoride (AmF2/SnF2), triclosan and acetylsalicylic acid (ASA) on the subgingival microbiotic flora during experimental gingivitis and subsequent rinsing phase. 44 subjects participated in the study. To establish healthy gingival conditions, all subjects underwent a 3-week period of professional tooth cleaning and oral hygiene instruction. Plaque and gingivitis assessments, gingival crevicular fluid assessment and microbial sampling were performed at baseline. At the second examination healthy conditions were recorded. For the next 14 days, the subjects were asked to abstain from any form of oral hygiene (experimental gingivitis phase). The 3rd and 4th examinations were performed 7 and 14 days after the second examination and was followed by random assignment of mouthrinses containing either AmF2/SnF2, triclosan, ASA or placebo. These mouthrinses were used for 22 days with no additional oral hygiene measures (rinsing phase). During this period the 5th and 6th examinations were performed at 25 and 36 days after the second examination. Microbiological evaluation of the subgingival plaque sampling was done by dark-field microscopy. Statistical analysis was based on the Kruskal-Wallis test and the Wilcoxon-Mann-Whitney test. The results of the dark-field microscopy showed that, in all treatment modalities, there was a reduction in the total number of cocci from the 2nd to the 6th examination, while motile rods showed an increase and non-motile rods remained constant throuout. The spirochetes, filaments and fusiform counts showed an increase during the experimental gingivitis phase as well as during the rinsing phase. However, no statistically significant inter-group differences were observed in influencing the subgingival microbiotic flora between the rinsing solutions after a 22 days rinsing period.


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