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Titel:Einfluss von Schwangerschaft und Stillzeit auf die Messergebnisse der Quantitativen Ultrasonometrie der postmenopausalen Frau
Autor:Ziller, Volker Hagen
Weitere Beteiligte: Hadji, Peyman P.D. Dr. med
Erscheinungsjahr:2004
URI:http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2004/0709
DOI: https://doi.org/10.17192/z2004.0709
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2004-07098
DDC: Medizin, Gesundheit
Titel(trans.):Influence of pregnancy and breast feeding on quantitative ultrasonometry of bone in postmenopausal women

Dokument

Schlagwörter:
Pregnancy, Bone mass, Osteoporosis, Ultrasonometry, Lactation, Schwangerschaft, Osteoporose,, Knochenmasse, Stillperiode, Ultrasonometrie

Zusammenfassung:
Einleitung: Schwangerschaft und Stillzeit stellen Phasen im Leben einer Frau mit tiefgreifenden Veränderungen des Stoffwechsels dar. Auch am Knochen sowie am Knochenstoffwechsel zeigen sich tiefgreifende Veränderungen, welche für die Dichte und Qualität des Knochens der postmenopausalen Frau eine wichtige Rolle spielen könnten. Kann während der Schwangerschaft der erhöhte Calciumbedarf noch über eine gesteigerte Resorption weitgehend gedeckt werden, führen die hormonellen Umstellungen während der Stillzeit meist zu einer messbaren Knochenmassereduktion, die mit unterschiedlichen Verfahren nachgewiesen werden konnte. Nach Beendigung der postpartalen Amenorrhoe zeigen die Untersuchungsergebnisse relativ übereinstimmend eine Kompensation des Knochenmasseverlustes. Bei postmenopausalen Frauen könnten diese Vorgänge in der Summation sowohl protektive als auch deletäre Auswirkungen auf den Knochen und somit auf das Risiko der Entstehung einer postmenopausalen Osteoporose haben. Die Datenlage ist diesbezüglich uneinheitlich und zeigt zum Teil positive, zum Teil negative Effekte bezüglich der Knochendichte, des Osteoporose oder des Frakturisikos. Insgesamt scheint der Einfluss von Schwangerschaft und Stillzeit auf das Osteoporose- und Frakturrisiko bei postmenopausalen Frauen gering zu sein. Material und Methode: Im Rahmen unserer Untersuchung zum Einfluss von Schwangerschaft und Stillzeit auf die Messwerte der quantitativen Ultrasonometrie (QUS) wurden in einer Querschnittstudie insgesamt 2.080 (Alter DS ±SD , 58.8 ±8.2 Jahre) postmenopausale Frauen eingeschlossen. Analysiert wurden hierbei anamnestische Basisdaten sowie die, mittels des Achilles plus Ultrasonometers von GE/Lunar erfasste, Ultraschallleitungsgeschwindigkeit (SOS), die Breitbandultraschall-abschwächung (BUA) sowie der Steifigkeitsindex (SI) am Os calcaneus. Frauen mit knochenstoffwechselrelevanten Erkrankungen, Osteoporose mit oder ohne Frakturen in der Anamnese wurden ausgeschlossen. Es erfolgte eine vergleichende matched-pair Analyse nach Aufteilung in Nullipari, Pari, Frauen, die gestillt hatten sowie Frauen, die nie gestillt hatten und matching nach Alter, Grösse, Gewicht und BMI. Zusätzlich wurde eine schrittweise, lineare, multiple Regressionsanalyse durchgeführt. Ergebnisse: Weder im Vergleich der Gruppe der Nullipara und Para noch nach Anzahl der Schwangerschaften konnte ein signifikanter Einfluss auf die Messergebnisse der QUS bei der postmenopausalen Frau nachgewiesen werden. Auch im Vergleich der Frauen die gestillt hatten, mit Frauen, die nie gestillt hatten konnte weder in der matched-pair -Analyse noch in der schrittweisen linearen, multiplen Regressionsanalyse ein signifikanter Einfluss auf die Messergebnisse der QUS nacgewiesen werden. Diskussion: Diese Untersuchungsergebnisse bestätigen erstmalig, dass die während der Schwangerschaft und Stillzeit messbaren Knochenstoffwechselveränderungen bei postmenopausalen Frauen keinen signifikanten Einfluss auf die Messergebnisse der quantitativen Ultrasonometrie, haben. Insgesamt scheint die Auswirkung der Stillzeit auf die Knochendichte und das Frakturrisiko der postmenopausalen Frau, gering und klinisch eher unbedeutend zu sein. In wie weit im Einzelfall mit einer Summation verschiedener Risikofaktoren dann auch durch Schwangerschaft oder Stillzeit eine postmenopausale Osteoporose mit verursacht werden kann, lässt sich hiermit aber nicht einschätzen. Bezüglich der komplexen Vorgänge am Knochen im Rahmen einer Schwangerschaft und Stillzeit sowie deren Auswirkungen sind noch viele Fragen offen, die weitere prospektive Untersuchungen erfordern.

Summary:
OBJECTIVE: Reproductive factors such as parity and breast-feeding may be associated with low bone mass and osteoporotic fractures in later years. In this study, os calcis quantitative ultrasonometry was used to elucidate the relationship between parity, lactation and bone mass in postmenopausal women. DESIGN: This was a comparison study using subsequent matched pairs analysis as well as multiple linear regression analysis. The study was carried out at five centers in Germany. The study included 2,080 postmenopausal women (age (mean +/- SD) 58.8 +/- 8.2 years), who were attending for routine check-up and in whom diseases and drug treatments known to affect bone metabolism had been excluded. Methods and outcome measures: Women underwent quantitative ultrasonometry (QUS) measurement at the heel. Values of the ultrasonometry variables -speed of sound, broadband ultrasound attenuation and stiffness index -were calculated and compared for nulliparous and parous women and for women who had and had not breast-fed. Because of some significant intergroup differences, and to determine any effect of the number of live births and the duration of breast-feeding on ultrasonometry results, second analyses were undertaken using equally sized samples, matched for possible confounding variables such as age and body mass index (matched pairs). In these analyses, nulliparous women were compared with parous women, grouped according to number of live births, and women who had never breast-fed were compared with women who had breast-fed, grouped according to duration of breast-feeding. Furthermore, a multiple linear regression analysis was performed to examine the combined effects of reproductive factors on QUS variables. RESULTS: No statistically significant associations were found between ultrasonometry variables and parity or breast-feeding, even after controlling for confounding variables in matched-pairs analysis or in a multiple linear regression analysis


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