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Titel: Prospektive Pilotstudie an Patienten mit transpedikulärer DDS-Verschraubung bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der Montagerigidität
Autor: Grande, Michael
Weitere Beteiligte: Pfeiffer, Michael (Prof. Dr. med.)
Erscheinungsjahr: 2004
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2004/0540
DOI: https://doi.org/10.17192/z2004.0540
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2004-05407
DDC: Medizin, Gesundheit
Titel(trans.): Prospective pilotstudy in patients with low back pain and transpedicular DDS-instrumentation in consideration of the rigidity.

Dokument

Schlagwörter:
Spondylodesis, rigide, Wirbelsäule, Follow-up-studies, Low back pain, semirigide, Wirbelsäulenchirurgie, Spondylodese, Spondylodese, semirigide, Spine, rigide, prospektive Studie, Wirbelsäule, prospektive Studie, Fusion

Zusammenfassung:
Einleitung: Verschiedene klinische Studien beschäftigen sich derzeit mit der Rigidität dorsaler Spondylodesen. Eine zu rigide Instrumentation kann zur Anschlußinstabilität, zu materialbedingter Osteoporose und einer verminderten Lastverteilung vom Implantat auf die Spondylodesemasse führen. In einer prospektiven Pilotstudie sollten Erkenntnisse über die Zuverlässigkeit des DDS Instrumentars gesammelt werden. Um in einer geplanten prospektiven, randomisierten und kontrollierten Studie Unterschiede zwischen rigider und semirigider Instrumentationstechnik im klinischen Ergebnis nachweisen zu können, sollte eine Fallzahlenschätzung anhand der erhobenen Daten erfolgen. Die radiologische Auswertung sollte nach einer neuen präziseren Meßmethode durchgeführt und eventuelle Korrelationen zum klinischen Ergebnis geprüft werden. Material und Methoden: 52 Patienten mit der Indikation zur dorsalen Spondylodese (ausschließlich Tumoren, Spondylitis und Skoliose) wurden in diese prospektive Pilotstudie aufgenommen. Die Beeinträchtigung der Patienten wurde mittels standardisierter Fragebögen (Marburg Score, Aberdeen Score und Visuelle Analogskala) präoperativ, ein und drei Jahre postoperativ erfaßt. Die Zuordnung zu einem der beiden Operationsverfahren (rigide oder semirigide) geschah durch den Operateur, je nach Grad der Segmentinstabilität. Die Spondylodese erfolgte mittels DDS Instrumentarium in rigider (dorsal bzw. ventrodorsal) oder semirigider (dorsal unilateral Stab bzw. bilateral Kabel/Stab) Mittels Präzisionstechnik nach Frobin et al. wurden die digitalisierten Röntgenbilder ausgewertet. Ergebnisse: Eine rigide Instrumentation erhielten 36 und eine semirigide 14 Patienten Hinsichtlich Alter, Geschlecht, BMI, Anzahl und Höhe der fusionierten Segmente, klinischem und radiologischem Outcome und Komplikationsrate bestand kein Unterschied zwischen beiden Montageformen. Insgesamt verbesserte sich der Marburg Score (MS) für 84%, der Aberdeen Score (AS) für 80% und die Visuelle Analogskala (VAS) für 81% der Patienten. In der semirigiden Gruppe war es zur Ausbildung einer Pseudarthrose bei einem Patienten gekommen. In der radiologischen Auswertung zeigten beide Gruppen ein ähnliches Verhalten in den spondylodesierten Segmenten. Jedoch blieb in der rigiden Gruppe die intraoperativ erzielte Distraktion im proximal anschließenden Segment bestehen. Nach Auswertung der radiologischen Daten scheint das semirigide Verfahren die schonendere Methode für das sich proximal anschließende Segment zu sein. Eine Korrelation zwischen klinischem und radiologischem Ergebnis bestand nicht. In der Fallzahlenschätzung zeigte sich, daß für eine prospektive, randomisierte und kontrollierte Studie circa 320 Patienten (pro Gruppe 160) zur Feststellung signifikanter Unterschiede zwischen beiden Instrumentationsformen nötig sind. Schlußbemerkungen: Beide Instrumentationsformen führen zu gleich guten klinischen und radiologischen Ergebnissen. Bei entsprechender Indikation kann die semirigide Instrumentation für den Patienten von Vorteil sein, jedoch lag in dieser Studie kein randomisiertes Protokoll vor, da höhergradige Instabilitäten von vornherein der semirigiden Instrumentation vorenthalten wurden. Die sorgfältige Indikationsstellung bleibt wichtigste Voraussetzung für ein gutes klinisches Ergebnis. Eine zu lange präoperative Beschwerdedauer und langandauernde präoperative Arbeitsunfähigkeit kam neben der präoperativen Korsettversorgung als Prädiktor für ein schlechteres klinisches Outcome in Betracht. Auch ein präoperativ schwebendes Rentenverfahren muß als relative Kontraindikation beachtet werden.

Summary:
Purpose of the study: To analyze the results after transpedicular spinal fusion for degenerative disorders with adjustable rigidity of the instrumentation in a standardized manner. With increasing popularity of spinal fusion surgery consecutive instability of motion segments adjacent to fused segments has become an issue of interest. The effects of such kind of surgery should thus be evaluated to allow conclusions about the best choice for transpedicular implants. To estimate the required number of patients to verify differences in the clinical outcome between rigid and semi-rigid instrumentation. To evaluate the x-rays by using a special technique of measurement and looking for a correlation to the clinical result. 52 patients with the indication for dorsal spondylodesis were taken in this prospective cohort study. Conclusions: Semirigid instrumentation can achieve clinical and radiological results equivalent to rigid techniques.Even though no overt instability of adjacent segments could be detected on additional functional x-rays during the first three years, rigid instrumentation may promote adjacent compensatory hypermobility and consecutive degeneration over longer time which may be reduced by use of semirigid implants. The preoperative application for an early retirement should be considered as a relative contraindication. Besides technical skill and a recommendable implant, careful patient selection is the key for success.


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