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Titel:Entwicklung und erste Anwendung einer spannungsoptischen Messeinrichtung zur Beobachtung von polymerisationsschrumpfbedingten Spannungen
Autor:Klingler, Kristin
Weitere Beteiligte: Prof. Dr. Michael Gente
Erscheinungsjahr:2004
URI:http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2004/0379
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2004-03799
DOI: https://doi.org/10.17192/z2004.0379
DDC:610 Medizin, Gesundheit
Titel(trans.):Development and first use of a photo-elastic-method for visualise stress generated by polymerization-shrinkage

Dokument

Schlagwörter:
Stress, Polimerization-shrinkage, Composite, Spannungsoptik, Komposit, Polymerisationsschrumpfung, Photo-elastic-method

Zusammenfassung:
Gegenüber Amalgam haben lichthärtbare Komposite als Füllungswerkstoffe in den letzten Jahren immer größere Bedeutung erlangt. Neben vielen Vorteilen zeigen diese Füllungen aber die Tendenz zur Spaltbildung, welche aus der Polymerisationsschrumpfung der Komposite resultiert. Mit immer besseren Adhäsivtechniken wurde versucht, dem entgegenzuwirken und den Verbund zum Dentin zu optimieren. Aus dem verbesserten Verbund ergibt sich jedoch eine hohe Spannungsbelastung durch die Schrumpfkräfte an den Klebeflächen. Deswegen ist die Entwicklung von Methoden, die die Beobachtung der Spannungsentwicklung ermöglichen, von Bedeutung. In der vorgestellten Untersuchung wird ein spannungsoptischer Messaufbau entwickelt, mit dem es möglich ist, die Spannungen im Material stilisierter Kavitäten quantitativ zu erfassen. Die Darstellung der Spannungen erfolgt mit langwelligem roten Licht, die Aushärtung der Füllungen mit kurzwelligem blauen. Ein erster Einsatz der neuen Versuchsapparatur und Methodik ergab für den Vergleich von Schicht- und Blockfüllungen das bekannte Resultat, dass die Schichttechnik zur Reduktion von Spannungen führt. Die Verarbeitung eines neuen, kleinvolumigen Licht-Inserts in Blockfüllungen konnte hinsichtlich der damit erzielbaren Spannungsreduktion optimiert werden: Die Spannungen sind dann mit denen einer Schichtfüllung vergleichbar. Damit hat die vorgestellte Technik zur Spannungsbeobachtung eine erste Bewährungsprobe bestanden und stellt eine viel versprechende Methode für die weitere Optimierung bekannter und neuer Füllungstechniken dar.

Summary:
In recent years, light curable composites have become more important as dental restorative materials than silver amalgam. Despite all the advantages, composite fillings are tending to create gap formation, which results from polymerization shrinkage of the composites. To improve the adaptation to dentin, more progressive adhesive techniques were developed. Due to improve adaptation, there has been greater stress at the cavity walls as a result of the shrinking forces. For this reason we need to develop methods that enable us to observe the development of stress. The aim of this study was to visualise the stress, generated by polymerization shrinkage, in the material of a model-cavity by a photo-elastic method. Cavities of a realistic volume were prepared in photoactive resin and were examined by red circular polarized light (long wave). The composite was cured by blue light (short wave). So it should be possible to compare the mechanical stress in the model-cavity-material induced by different filling methods. The results show the highest stress levels in the bulk-technique. The stress induced by incremental polymerization was less in comparison to the bulk-technique. The use of a new, small volume light-insert, placed into the bulk restoration, reduced the levels of stress. This new method produces equivalent results to the incremental procedure. The photo-elastic method allowed a comparison of stress levels in the cavity material, which was induced by different filling- and processing-techniques. The introduced method passes the first application test successfully and shows a promising method for further optimisation of well known and new filling techniques.


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