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Titel:Prognostische Bedeutung morphometrischer endomyokardialer Biopsieanalysen bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie
Autor:Rudolph, Sylvia
Weitere Beteiligte: Grimm, Wolfram (Prof. Dr. med)
Erscheinungsjahr:2004
URI:http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2004/0287
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2004-02879
DOI: https://doi.org/10.17192/z2004.0287
DDC: Medizin, Gesundheit
Titel(trans.):Prognostic significance of morphometric endomyocardial biopsy analysis in patients with idiopathic dilated cardiomyopathy.

Dokument

Schlagwörter:
Herzmuskelbiopsie, Fibrose, sudden cardiac death, DCM, Biopsie, biopsy, fibrosis, Sekundenherztod, cardiomyopathy, Kongestive Herzmuskelkrankheit

Zusammenfassung:
In der vorliegenden Untersuchung wurde die prognostische Bedeutung einer quantitativen morphometrischen Analyse von Endomyocardbiopsien bei 124 Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie untersucht, da zum jetzigen Zeitpunkt kontroverse Ansichten über die prognostische Signifikanz von morphometrischen endomyokardialen Biopsieergebnisssen bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie bestehen. Bei 124 Patienten wurde eine quantitative lichtmikroskopische Analyse von Endomyokardbiopsieproben vorgenommen, die in einer Herzkatheteruntersuchung linksventrikulär entnommen wurden. Bei der Färbetechnik der Proben handelte es sich um die Elastika-van-Gieson Färbung. Die quantitative Auswertung wurde digital mittels eines Bildanalysesystems vorgenommen. Es wurden der Anteils des interstitiellen fibrotischen Gewebes, der Anteil der Myozyten am Gesamtgehalt der analysierten Probe und der myozytäre Durchmessers bestimmt. Zur Bestimmung der prognostischen Signifikanz wurden die klinischen Daten der Patienten bei Studieneintritt und die Daten nach einer Nachbetreuungszeit von 51 ± 22 Monaten mit den morphometrischen Daten korreliert. Während der Nachbetreuungszeit wurden schwerwiegende arrhythmische Ereignisse, die als anhaltende ventrikuläre Tachycardien, Kammerflimmern oder plötzlichem Herztod definiert wurden, bei 24 Patienten (19 Prozent) beobachtet. Ein Tod des Patienten aus jedem Grund oder eine Herztransplantation wurde bei 39 Patienten (31%) beobachtet. Als Hauptergebnis wurde gefunden, dass weder der Fibrosegehalt, noch der Myozytenanteil oder der Myozytendurchmesser einer Endomyokardbiopsie geeignet waren, das Auftreten lebensbedrohlicher arrhythmischer Ereignisse oder die Dauer des transplantatfreien Überlebens im weiteren Verlauf vorauszusagen. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie sprechen dafür, dass die quantitative morphometrische Analyse von Endomyokardbiopsieproben nicht hilfreich ist, um schwerwiegende arrhythmische Ereignisse oder das transplantatfreie Überleben von Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie vorherzusagen.

Summary:
BACKGROUND: To date, considerable controversy exists on the prognostic significance of morphometric endomyocardial biopsy findings in patients with idiopathic dilated cardiomyopathy (IDC). METHODS: Quantitative analyses of interstitial structured tissue, myofibril volume fraction, and myocytic fiber diameters of left ventricular endomyocardial biopsy specimens were performed in 124 patients with IDC. RESULTS: During 51 +/- 22 months follow-up after left ventricular endomyocardial biopsy, major arrhythmic events, defined as sustained ventricular tachycardia (VT), ventricular fibrillation (VF), or sudden cardiac death, were observed in 24 patients (19%). Death from any cause or heart transplant was observed in 39 patients (31%). The amount of interstitial structured tissue, myofibril volume fraction, and myocytic fiber diameters determined from left ventricular endomyocardial biopsy specimens did not differ significantly between patients with and patients without major arrhythmic events or between patients with and patients without transplant-free survival during follow-up. CONCLUSIONS: Quantitative analysis of the amount of interstitial structured tissue, myofibril volume fraction, and myocytic fiber diameters in left ventricular endomyocardial biopsy specimens does not appear to be useful for predicting arrhythmic events and transplant-free survival in IDC.


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