Das Gelände, das den Jesuiten nach längeren Vorverhandlungen zur Verfügung gestellt wurde, liegt an der heutigen Pfarrgasse, nördlich der Kirche St. Martin.
2. Architektur Residenz Kaufbeuren
Die Jesuiten erwarben das Haus mit Garten in der Pfarrgasse am 16. April 1630 von Junker Abraham Sailer von Pfersheim (= Pfersee) zu Erkheim und adaptierten es als Standort ihrer Residenz. Zur Einrichtung der Residenz in Kaufbeuren erfolgte zunächst ein weitgehender Umbau des Hauses unter Verwendung von Bausteinen, die aus dem Abbruch der Schlosses Linden gewonnen worden waren. Durch die Besetzung der Stadt durch die Schweden am 8. Juni 1632 kam der weitere Ausbau jedoch zum Erliegen. Die Jesuitenresidenz wurde später erweitert und 1702 ff. baulich umgestaltet.
Die Abbildung zeigt die heutige Ansicht der ehemaligen Residenz Kaufbeuren mit Anblick von Süden.
Der Gebäudekomplex wurde durch einen Vorbau nach Westen zum Colleggässchen hin erweitert.
Der Bibliothekssaal im zweiten Stock des Gebäudes ist noch original mit Stellregalen und Bücherausstattung erhalten